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Letzte Baulücke im Autotunnel

Das Karlstor in Karlsruhe ist noch einmal zu: Bahnen fahren Umleitungen

Der letzte große Eingriff am Baukörper Karlsruhe für die kombinierte Mobilität in der Zukunftscity läuft: Die Verkehrsader Karlstraße ist deshalb abgeklemmt. So kann die Lücke in der Betonhaut des Tunnels zum Auto-Durchfluss unter einem entstehenden Stadtboulevard geschlossen werden.

Die Brücken werden abgebrochen: Das Gleisprovisorium über der Baugrube am Karlstor wird wieder ausgebaut. Foto: Peter Sandbiller

Das Karlstor ist zu. Seit Dienstagmorgen rollen keine Straßenbahnen mehr in der Karlstraße über die Kreuzung mit der Kriegsstraße. Pünktlich haben die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) ihre Bahnen auf verschiedene Umgehungskurse gelenkt.

Damit ist der letzte große Umleitungsfahrplan vor der Inbetriebnahme der Kombilösung aus U-Strab, neuer Straßenbahntrasse in der Kriegsstraße und Autotunnel unter dem künftigen City-Boulevard in Kraft getreten. Jetzt kann am Karlstor die letzte Lücke im Autotunnel geschlossen werden.

Schon am Morgen entfernten die Arbeiter am Karlstor die Oberleitung. „Auch die Ampeln für den Autoverkehr sind an der Kreuzung bereits abgeschaltet“, berichtet Achim Winkel, Pressesprecher des Kombi-Bauherrn Kasig. Folglich können die Autos jetzt dort auf der Kriegsstraße in der pro Richtung verbliebenen einen Spur ohne Stopp an einem roten Signal passieren.

Gleishilfsbrücken am Karlstor werden mit Autokränen entfernt

Die jeweiligen Rechtsabbieger aus der Karlstraße dürfen sich nun entsprechend auf die Kriegsstraße einfädeln. Die ampellose Regelung am Karlstor sei möglich, weil kein Straßenbahnverkehr mehr den Autofluss auf der Kriegsstraße bremse, erläutert Winkel. Am Brückenprovisorium entfernt man bereits die Holzbedeckungen auf der Stahlkonstruktion und die Geländer.

In der Nacht von Donnerstag, 8. April, auf Freitag, 9. April, sollen dann die beiden einzelnen Gleishilfsbrücken am Karlstor entfernt werden. Zwei riesige Autokräne rücken an, um die Stahlkonstruktionen über der Autotunnel-Baugrube Kriegsstraße auf Transporter zu hieven. Auch die Straßen- und Tiefbauarbeiten für die neue Oberfläche an diesem City-Knoten würden parallel zum letzten Lückenschluss im Tunnel-Rohbau bereits am Montag, 12. April, starten, betont Winkel.

Als erstes ist der kleine Abschnitt der Karlstraße zwischen Sophienstraße und Kriegsstraße an der Reihe, wo sich früher die Straßenbahnhaltestelle „Karlstor“ befand. Dazu wird dort die Autospur auf der Karlstraße von Norden, also von der Amalienstraße Richtung Kriegsstraße, bereits am Freitag, 9. April, auf die Gleise der Straßenbahn in die Mitte verlegt.

Drei Haltestellen für den City-Boulevard auf der Kriegsstraße

Sind auch die letzten zehn Meter Betondeckel auf dem 1,6 Kilometer langen Autotunnel unter der Kriegsstraße fertig, wird darüber das neue Gleisdreieck Karlstor eingebaut. Vom Nord-Süd-Schienenstrang in der Karlstraße zweigen dann Schienen für die neue Kriegsstraßenbahn nach Osten ab. Nach den Sommerferien ist das Karlstor wieder für die Straßenbahnen und für die Autos frei.

Direkt östlich des Karlstors wird bald auch schon die oberirdische Haltestelle im kommenden City-Boulevard installiert. Die Kriegsstraßen-Bahn erhält drei Stationen: direkt östlich des Karlstors, direkt westlich des Ettlinger Tors und direkt westlich des Mendelssohnplatzes. Für die dritte Haltestelle beginnen gerade die Arbeiten, bei den anderen beiden geht es im Sommer los.

Am 12. Dezember will man am Karlstor und in der Kriegsstraße fertig sein, dann sollen die Kombilösung und nach zwölf Jahren Bauzeit ihre Hauptkomponente U-Strab in Betrieb gehen.

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