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Schausteller freuen sich

Riesenrad und Süßigkeiten: Karlsruher Mess’ zieht die Besucher an

Die Karlsruher Mess’ ist zurück und lockte am Samstagabend zahlreiche Besucher an. Besonders die Schausteller freuen sich über die erste Veranstaltung seit einem Jahr. Und für manchen Besucher gab es Neues zu erleben.

Bunte Welt des Sommerfestes wird zum Abendprogramm: Der Andrang auf die Karlsruher Mess’ ist zur Freude der Schausteller groß. Am Samstagabend bilden sich an den Fahrgeschäften auch mal Warteschlangen. Foto: jodo-foto / Joerg Donecker Karlsruhe jodo-foto Karlsruhe

Das Gekreische aus den Fahrgeschäften ist schon weit vor dem Karlsruher Messplatz zu hören. Das Riesenrad weist den Weg. Es ist Sommerfest. Für viele Schausteller ist es die erste Gelegenheit seit Monaten, wieder Besucher zu empfangen. Noch bis 15. August erstrahlt das Gelände in den bunten Lichtern von „Break Dance“, „Chaos“ und Co.

Der Eingang auf das Gelände ist geregelt. Die Kontaktdaten werden erfasst. Ein negativer Test oder eine Impfbescheinigung müssen nicht vorgelegt werden. Am Samstagabend bildet sich vor dem Kassenhäuschen eine Warteschlange.

Auch beim Anstehen an den Buden und Attraktionen müssen die Besucher oftmals etwas Geduld mitbringen. Abstand und Maskenpflicht werden dabei selten eingehalten.

Schausteller sind erleichtert über erste Veranstaltung

„Die Leute haben Interesse. Das Wetter passt auch“, fasst Doris Stey, Inhaberin eines Schießstandes zusammen. Ein Jahr lang sei nichts möglich gewesen. Finanziell aufholen könne sie das zwar nicht. Erst am Ende der zwei Wochen auf dem Messplatz werde sie zusammenrechnen, ob es sich ein wenig gelohnt hat.

„Aber ich bin froh, dass es weitergeht“, sagt Stey. „Viele Stammkunden kamen schon vorbei und freuten sich, dass wir wieder da sind“, ergänzt sie. „Und ich freue mich auch, unsere Kunden zu sehen.“

Die Stimmung sei jedoch nicht mehr, wie sie mal war. Stey hat die Hoffnung, dass es mit der Zeit wieder wie vor Corona werde. Sie spüre hier und da noch Zurückhaltung bei Besuchern. Langfristig planen könne sie als Geschäftsinhaberin nicht. Zu groß sei weiterhin die Unsicherheit darüber, welche Messe aufgrund der Corona-Lage stattfinden kann.

Familien nutzen Unterhaltungsangebot

Ein paar Meter weiter tummeln sich vor dem Karussell „Kindertraum“ trotz später Uhrzeit noch einige Familien. „Man merkt, dass wenige Veranstaltungen stattfinden“, sagt Monja Traber, Mitarbeiterin am Fahrgeschäft. Das Wetter spiele bislang gut mit. Sie ist zufrieden mit dem Andrang auf das Karussell. Falls es zwischendurch doch regne, habe man ja noch zwei Wochen Zeit, die schlechten Tage aufzufangen.

Es ist schön, wieder in die lachenden Kinderaugen zu sehen.
Monja Traber, Mitarbeiterin am Karussell „Kindertraum“

Auch sie betont: „Wir sind froh, dass überhaupt wieder was los ist.“ Sie erlebe, dass einige Kleinkinder noch nie Karussell gefahren seien. Da kullerten dann vereinzelt auch die Tränen. Die Regel sei das aber nicht. „Es ist schön, wieder in die lachenden Kinderaugen zu sehen“, so Traber.

Es dreht sich wieder was: Karussell, Riesenrad und andere Attraktionen ziehen Besucher an. Für viele ist die Mess’ aber auch Treffpunkt. Foto: jodo-foto / Joerg Donecker Karlsruhe jodo-foto Karlsruhe

Bei der „Regenbogenreise“ zeigt sich ein ähnliches Bild. Eltern beobachten aufmerksam ihre Kinder, die in den Spiel-Autos sitzend ihre Runden drehen. Ein kleiner Junge lenkt sein Fahrzeug, das auf einem Band im Kreis gezogen wird, enthusiastisch mit. Gegenüber werden Jugendliche und Erwachsene unter Einsatz einer Nebelmaschine, lauter Musik und bunter Lichter in ihren Sitzen hin und her, hoch und runter, geworfen.

Mess’ ist ein Treffpunkt für alle Generationen

Für viele ist die Mess’ nicht nur ein Ort zum Erleben und Schlemmen, sondern ein Treffpunkt. Ralf De Min wurde über den Whatsapp-Status einer Freundin auf das Sommerfest aufmerksam. Gemeinsam mit seiner Partnerin machte sich der 55-Jährige aus Pforzheim auf den Weg.

Wir wollen unter Leuten sein, etwas sehen und Menschen treffen.
Ralf De Min, Besucher aus Pforzheim

Schließlich gingen sie vor Corona jedes Jahr dorthin. „Wir wollen unter Leuten sein, etwas sehen und Menschen treffen“, so De Min. Die Abwechslung auf der Mess’ sei viel größer als etwa in einer Bar. Weiterziehen in die Karlsruher Innenstadt werden sie dennoch später.

Über die persönliche Sicherheit mache er sich keine Sorgen. Maskenpflicht gilt laut Veranstalter beim Anstehen an den Ständen oder wenn es besonders eng wird. De Min zeigt auf die vorbeilaufenden Besucher. „Kaum einer hier trägt Maske“, sagt er. „Aber man möchte den Menschen ja auch mal wieder ins Gesicht sehen.“ Am meisten freue er sich darauf, im Laufe des Abends Boxauto zu fahren. 15 Jahre sei das schon her.

Öffnungszeiten

Die Karlsruher Mess’ ist montags bis freitags, 15 bis 22.30 Uhr geöffnet. Am Samstag ist das Sommerfest bereits ab 14 bis 23 Uhr für Besucher offen, am Sonntag von 13 bis 22 Uhr. Die Veranstaltung auf dem Messplatz dauert bis 15. August.

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