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Am 13. Dezember geht es weiter

Karlsruher Alessandro Pola erreicht über Umwege das Halbfinale von „The Voice“

Der Karlsruher Lehrer Alessandro Pola hat es in das Halbfinale von „The Voice“ geschafft. Mit seiner Darbietung von „Hold Back The River“ überzeugte er die Jury. Trotzdem musste er ums Weiterkommen bangen.

Alessandro am Klavier bei seinem TV-Auftritt am Sonntag in der Show „The Voice of Germany“. Foto: Richard Hübner/ProSiebenSAT.1

Eigentlich war Alessandro Pola schon ausgeschieden. Als der Karlsruher Sänger und Lehrer bei den „Sing Offs“ der Fernseh-Show „The Voice of Germany“ von der Bühne gehen wollte, hatte er die Rechnung aber ohne den Online-Coach Michael Schulte gemacht.

Der ehemalige Eurovision-Song-Contest-Teilnehmer und Drittplatzierte der zweiten Staffel von „The Voice“ gab Pola eine zweite Chance und wählte ihn in sein Team. „Ich glaube, mit ihm kann man auch ‘The Voice of Germany 2020’ gewinnen“, sagte Schulte über den Karlsruher.

Aber noch war das Halbfinale in der Schwebe: Der 30-jährige Lehrer, der in Königsbach-Stein unterrichtet und in der Karlsruher Weststadt wohnt, musste zunächst auf der „Comeback Stage“ gegen Keye Katcher antreten. Hier gilt es zu gewinnen, um doch noch weiterzukommen.

Kraftvolle Darbietung von „Hold Back The River“

Seine Version von Gnarls Barkleys „Crazy“ katapultierte ihn schließlich ins Halbfinale. Zu diesem Zeitpunkt waren Polas Stimmbänder bereits warm gelaufen. Denn schon bei seiner Darbietung von James Bays „Hold Back The River“ hatte der Karlsruher den ein oder anderen kräftigen Ton im Repertoire - zur Begeisterung des Publikums und der Jury.

Dabei ging es zu Beginn seines Auftritts eher ruhig los. Das nur spärlich beleuchtete Studio in Berlin füllte Pola mit sanft gespielten Akkorden am Klavier. Im Scheinwerferlicht saß der Karlsruher vor dem schwarzen Piano. Dann setzte er mit dem Gesang ein. Bereits nach wenigen Liedzeilen klatschte das Publikum.

Erschien die erste Wiederholung des Refrains noch etwas verhalten, verlangte Pola seinem Gesangsorgan schließlich alles ab. Zu seinen Klavierklängen mischte sich nun auch die treibende Rhythmus-Sektion der Live-Band vor Ort. Von den Juroren bekam er anerkennende und begeisterte Blicke.

Vollgas im letzten Refrain

Im letzten Refrain holte der Karlsruher Lehrer nochmal alles aus sich heraus, ehe er mit einem ruhigen Part seinen Auftritt beendete. Danach: Großer Applaus und eine spürbare Begeisterung bei den Juroren. „Das war super cool. Die wahrscheinlich beste Performance von heute“, sagte Samu Haber. Das nächste Lob ließ auch nicht lange auf sich warten.

Du hast hier alle komplett überzeugt, umgehauen und berührt.
Yvonne Catterfeld, Jurorin bei „The Voice“

Für Rea Garvey war Polas Interpretation des Pop-Hits „emotional gesehen ein Höhepunkt“. Yvonne Catterfeld fand folgende Worte: „Du hast hier alle komplett überzeugt, umgehauen und berührt. Du hast in den ‘Blind Auditions’ gesagt, du willst gehört werden. Das wurdest du jetzt.“

Letztlich entschied das Frauen-Duo Yvonne Catterfeld und Stefanie Kloß, wie es mit dem Lehrer weitergeht. Pola war die Erleichterung anzusehen, als Catterfeld verkündete: „Ich glaube, wir sind uns einig, dass Alessandro auf jeden Fall weiterkommen muss“.

Nervenschlacht auf den „Hot Seats“

Es sah nach einem direkten Weg in das Halbfinale aus. Doch Pola musste auf den „Hot Seats“ nochmal richtig bangen. Zur Erklärung, was das bedeutet: In den „Sing Offs“ kommen pro Team jeweils zwei Personen ins Halbfinale. Wer die Jury zu überzeugen weiß, verdrängt einen anderen Mitstreiter und nimmt auf dem sogenannten „Hot Seat“ Platz.

Dort saß Pola, Hobby-DJ und Sänger einer Coverband, neben Mitkandidat Noah Sam Honegger bis zum Auftritt seines letzten Kontrahenten Juan Geck. Für Geck sollte es weitergehen, war sich Yvonne Catterfeld sicher. Der Karlsruher Sänger musste auf den zweiten Platz im Halbfinale hoffen.

Ich glaube, mit ihm kann man auch ‘The Voice of Germany 2020’ gewinnen
Michael Schulte, Online-Coach bei „The Voice“

„Wir wissen, dass du deinen Weg gehst und dass du ein Artist bist und wir uns um dich keine Sorgen machen müssen“, sagte Catterfeld. Für Geck und Honegger hieß es: Es geht direkt in die Liveshows. Für Pola schließlich auch, aber eben auf Umwegen. Der Online-Coach Schulte machte es möglich. Er habe das Halbfinale verdient, er sei ein Mega-Sänger, betonte Schulte.

Für ihn steht zudem fest: Mit Pola will er ins Finale kommen und dieses auch gewinnen. Doch davor steht erst einmal das Halbfinale am 13. Dezember auf dem Programm.

Service

Alessandros Darbietung von „Hold Back The River“ kann hier nochmal angeschaut werden: https://www.the-voice-of-germany.de/video/1016-alessandro-pola-hold-back-the-river-clip

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