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Spende vor Weihnachten

KSC-Profis unterstützen Fan in Thailand

Nicht nur KSC-Fans spenden für den gebürtigen Karlsruher Peter Wrzesinski damit er bei seiner Familie in Thailand bleiben kann, auch die Profis des Karlsruher Sport-Clubs unterstützen den treuen und langjährigen Fußballfan.

Spielführer Jerome Gondorf (KSC) mit Spendenscheck. Foto: Markus Gilliar/GES

Der in Thailand lebende KSC-Fan Peter Wrzesinski besitzt nach 23 Jahren wegen Corona kein Arbeitsvisum mehr und soll nun 12.000 Euro für ein Ehevisum aufbringen, die er auf einem Konto nachweisen muss.

Zahlreiche KSC- und weitere Fußballfans teilen den Spendenaufruf in den sozialen Netzwerken und sammeln so Geld für Wrzesinski, der bis Corona noch einen Kult-KSC-Fantreff mit dem Namen „Baden Restaurant“ betrieb. (Die Badischen Neuesten Nachrichten berichteten.)

Dabei ist völlig egal, für welchen Verein das Herz der Fußballanhänger schlägt – „In den Farben getrennt, in der Sache vereint“. Sogar Fans des VfB Stuttgart spendeten, Fans aus ganz Deutschland nahmen teil.

Viele Unterstützer schreiben neben der Summe auch ein paar liebe Worte auf der Spendenseite dazu. „Alles Gute für Peter und seine Familie“, „Für immer KSC“, „Ha Ho He“ oder „Wir waren damals zusammen in Rio“ heißt es dort. Manche schreiben auch einfach ihren Fanclub dazu.

Als KSC-Kapitän Jerôme Gondorf den Zeitungsartikel sah, wusste er sofort, dass er helfen möchte und schnelles Handeln gefordert ist. Kurz danach schrieb ihn ein Aufsichtsratsmitglied direkt an. Gondorf überwies daraufhin per Paypal 500 Euro. Und auch seine Mannschaftskollegen nahmen sich der Sache an und spendeten ebenfalls 500 Euro.

Wir unterstützen die Aktion für Peter in Thailand sehr gerne.
Jerôme Gondorf, KSC-Kapitän

„Wir unterstützen die Aktion für Peter in Thailand sehr gerne. Denn da geht es sowohl um die familiäre als auch die berufliche Existenz“, sagt der 32-jährige Spielführer am Samstag auf dem Trainingsgelände des KSC. „Wir glauben, dass es etwas ganz Wichtiges ist, in der Zeit vor Weihnachten auch etwas Gutes zu tun.“ Gerade in der Zeit vor dem Fest solle man die Menschen nicht trennen.

Die Spieler hoffen mit ihrer Spende etwas auszulösen und, dass auch weitere Menschen dadurch auf die Hilfsaktion aufmerksam werden. Vielleicht können sie weitere Fans zum Helfen animieren und bald gemeinsam alle glücklich zurückblicken, wenn Wrzesinski Grüße aus Thailand schickt und verkündet, dass die gesamte Summe erreicht wurde.

Der KSC-Fan Peter Wrzesinski in Thailand. Foto: Peter Wrzesinski

Und wie reagiert der Betroffene in Thailand?„Ich bin positiv geschockt über so viel Hilfsbereitschaft“, sagt Wrzesinski, der als „Joe Samui“ bei Facebook ist und dort die Reaktionen in den KSC-Gruppen verfolgt. „Damit hatte ich nie gerechnet. Das bestätigt aber den Slogan des KSC.“ Dieser lautet „KSC. Meine Heimat.“ und könnte passender nicht sein.

Hinter dem Zaun befindet sich das aktuelle Lokal des gebürtigen Karlsruhers Peter Wrzesinski. Foto: Peter Wrzesinski

Auch bei den Badischen Neuesten Nachrichten bedankt sich der in Thailand lebende KSC-Fan ausdrücklich. „Ohne die Berichterstattung wäre das wohl alles nicht möglich gewesen“, so der 62-Jährige im Chat mit der Redaktion.

Nun bleibt zu hoffen, dass der komplette Betrag erreicht wird. Der aktuelle Spendenstand beträgt rund 9.000 Euro, insgesamt benötigt werden 12.000 Euro.

Wer spenden möchte, kann dies via Paypal tun oder „Joe Samui“ via Facebook anschreiben.

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