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Radler haben Vorrang

Mehr Sicherheit für Schüler: In Rheinstetten gibt es neue Fahrradstraßen

In sieben Straßen in Rheinstetten haben Fahrradfahrer jetzt Vorrang und dürfen grundsätzlich nebeneinander fahren. Autofahrer müssen sich an ihre Geschwindigkeit anpassen.

Schilder, wie dieses in der Adlerstraße, weisen auf die neuen Fahrradstraßen hin. Radfahrer haben hier mehr Rechte. Foto: Julia Trauden

Außer in der Bergstraße haben Radfahrer in Rheinstetten jetzt auch in der Jakobstraße, der Fränznickstraße und, bis auf einen kurzen Straßenabschnitt, in der Sonnenstraße in Mörsch Vorrang.

In Forchheim wurden die Straße Am Bitterberg, ein Teil der Wilhelm-Danner-Straße, die Gottesauer Straße sowie die Adlerstraße bis zur Einmündung Hauptstraße als Fahrradstraßen ausgewiesen.

In der Fahrradstraße haben Radfahrerinnen und Radfahrer grundsätzlich Vorrang. Die Fahrbahn ist in erster Linie zum Radeln da. Autofahrer sind verpflichtet, besonders rücksichtsvoll zu fahren.

In der Fahrradstraße können Radler nebeneinander fahren – drängeln ist verboten

Radfahrer dürfen dort auch nebeneinander fahren, was in Straßen mit Kfz-Vorrang nicht der Fall ist. Drängeln ist verboten: Die Radfahrer bestimmen die Geschwindigkeit, Autofahrer müssen sich gegebenenfalls anpassen.

Generell ist Tempo 30 die Höchstgeschwindigkeit in Fahrradstraßen. An den Vorfahrtsregeln ändert sich nichts. Sofern nicht anders beschildert, gilt rechts vor links, egal ob man mit dem Rad oder dem Auto unterwegs ist. Vorhandene Parkplätze bleiben erhalten, Gehwege sind weiter Fußgängern vorbehalten.

Neue Fahrradstraßen in Rheinstetten sollen Sicherheit für Schüler bringen

Als einen Erfolg wertet Joachim Schröder vom Arbeitskreis Mobilität und Verkehr den Zuwachs bei den Fahrradstraßen. Auf den Strecken, die viele Schüler für den Weg zum Schulzentrum nutzten, könne so mehr Sicherheit geschaffen werden. Bei der Suche nach Verbesserungen für Radfahrer in Rheinstetten setzte man auf die Zusammenarbeit mit dem Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD).

In den ausgewählten Straßen seien „zu gewissen Zeiten mehr Fahrradfahrer als Autos unterwegs“, begründet Rheinstettens Oberbürgermeister Sebastian Schrempp (CDU) die Auswahl der neuen Vorrangstrecken in Forchheim und Mörsch. Dies habe eine Verkehrszählung bestätigt, die 2020 angestellt wurde.

Nach den Ergebnissen eines externen Büros, das die Verkehrszählung übernommen hatte, beträgt der Radverkehrsanteil etwa in der Jakobstraße 69 Prozent, in der Gottesauer Straße 58 Prozent und Adlerstraße 44 Prozent, zu Schulbeginn aber 79 Prozent.

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