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Vorwurf der Untreue und Sachbeschädigung

Polizei ermittelt gegen Bürgermeister von Bad Schönborn

Gleich zwei Verfahren der Staatsanwaltschaft muss sich Bad Schönborns Bürgermeiser Klaus Detlev Huge stellen. Es geht um Untreue und Sachbeschädigung in Zusammenhang mit einem Erdwall und dem abgebauten Ratstisch.

Das Rathaus von Bad Schönborn in Mingolsheim. Bürgermeister Klaus Detlev Huge hat den alten hölzernen ovalen Sitzungstisch demontieren lassen. Was jetzt zu Ermittlungen führte. Foto: Petra Steinmann-Plücker

Gegen Bad Schönborns Bürgermeister Klaus Detlev Huge laufen verschiedene strafrechtliche Ermittlungen. Es geht zum einen um Untreue im Zusammenhang mit dem illegal errichteten Erdwall an der Bundesstraße bei Langenbrücken. Und zum anderen um Sachbeschädigung, nachdem Huge den großen Ratstisch im Rathaus Mingolsheim zerlegen und entsorgen ließ.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte jetzt die Ermittlungen. Außerdem teilte das Landratsamt Karlsruhe mit, dass das eingeleitete Disziplinarverfahren gegen den Bürgermeister wegen beider Vorfalle ausgesetzt ist, so lange die andere Behörde ermittelt.

Nach BNN-Informationen hat es bereits umfangreiche Zeugenbefragungen auch innerhalb der Gemeindeverwaltung gegeben. Die beiden Fälle werden offenbar getrennt behandelt und von unterschiedlichen Kriminalpolizeien geführt.

Aufregung um Erdwall und Ratstisch

Bad Schönborns Bürgermeister hatte ohne Genehmigung den Erdwall an der B292 anlegen lassen, um illegale Abfahrten zu verhindern. Zum Vorwurf wurde ihm auch gemacht, dass die Erde aus der Baustelle seiner Tochter stammt. Huge verteidigte sein Vorgehen lange, bis das Landratsamt eindringlich forderte, den Wall wieder zu entfernen, was im September geschah.

Für die folgende Aufregung im Sommer sorgte Huge, als er den großen ovalen, aus einem Stück gefertigten Ratstisch ohne Absprache mit dem Gemeinderat zerschlagen und entsorgen ließ. Er begründete dies mit Abstandsregeln in der Corona-Zeit, die nur durch Einzeltische bei Sitzungen eingehalten werden könnten. Das sorgte für Empörung bei fast allen Gemeinderatsfraktionen. Es kam zu einem Brandbrief und einer versuchten Mediation durch Landrat Christoph Schnaudigel.

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