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Vorbereitungen auf fünfte Welle

Corona-Lage in den RKH-Kliniken im Raum Karlsruhe hat sich entspannt

Die Corona-Infektionszahlen in den RKH-Kliniken in Bruchsal, Bretten und Mühlacker sind rückläufig. Dennoch warnen die Mediziner vor Leichtsinn. Die Verantwortlichen bereiten sich schon auf eine fünfte Welle vor.

Rückläufige Zahlen: In den RKH-Kliniken liegen überwiegend Covid-Patienten aus der vierten Welle. Aktuell hat sich die Lage auf den Stationen entspannt. Foto: Benjamin Stollenberg/RKH-Kliniken

Die Infektionszahlen in den Krankenhäusern sind rückläufig. Stefan Weiß, Leiter des Krisenstabes an den RKH-Kliniken, ging bei einer Pressekonferenz am Donnerstag auf die aktuelle Entwicklung ein.

Demnach sind in der Bruchsaler Klinik derzeit 24 von 28 Betten auf der Intensiv- und Überwachungsstation belegt. Darunter befinden sich laut Weiß fünf Covid-Patienten.

In Bretten sind neun von zehn Intensiv- und Überwachungsbetten (ein Covid-Patient) belegt, in Mühlacker vier von neun (zwei Covid-Patienten).

Auch die Auslastung der Covid-Betten auf der Normalstation ist in Bruchsal, Bretten (jeweils sechs von zehn Betten belegt) und Mühlacker (drei von zwölf) zurückgegangen.

Nach Angaben von Götz Geldner, Ärztlicher Leiter der RKH-Kliniken, ist auf den Intensivstationen aller sieben RKH-Standorte seit Jahresbeginn nur ein neuer Covid-Patient aufgenommen worden. „Dort liegen hauptsächlich Langzeitpatienten aus der vierten Welle“, erklärt Weiß.

Mediziner warnen vor zu früher Entspannung in der Corona-Krise

Für Entspannung sei es indes zu früh: „Das ist die Ruhe vor dem Sturm.“ Weiß rechnet damit, dass die Infektionszahlen durch Omikron wieder zunehmen und es dadurch vermehrt zu Personalausfällen kommt. „Das wird unsere größte Herausforderung“, betont auch Geldner.

Im ambulanten Bereich registriere man bereits einen „steilen Anstieg“. Eine Entlastung sei die vom Land auf den Weg gebrachte Arbeitsquarantäne, sagt Weiß. Auf ihrer Grundlage können künftig auch symptomarme Infizierte unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen arbeiten.

Obwohl eine Infektion mit Omikron nach ersten Erkenntnissen weniger schwere Vorläufe auslöst, warnt Weiß vor Leichtsinn: „Es muss immer noch das Ziel sein, sich nicht zu infizieren.“ Auch nach leichten Krankheitsverläufen seien langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen möglich.

Laut Geldner ist Omikron an den RKH-Kliniken bereits jetzt die vorherrschende Virusvariante. „Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt.“

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