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IHK äußert sich

Ermittlungen wegen Manipulation: Grenke-Aktie stürzt weiter ab

Die Grenke-Aktie ist nach Manipulationsvorwürfen weiter auf Talfahrt. Als Präsident der IHK Karlsruhe sowie der baden-württembergische Industrie- und Handelskammertag steht auch Unternehmer Wolfgang Grenke selbst im Fokus.

Unternehmer Wolfgang Grenke aus Baden-Baden engagiert sich unter anderem bei der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe. Foto: Archiv

Der Einbruch der Grenke-Aktie vom Dienstag setzt sich auch am Mittwoch fort. Bis zum Nachmittag verlor der MDax-Titel im Vergleich zum Vortag über 32 Prozent. Gegen den Finanzdienstleister aus Baden-Baden stehen schwere Vorwürfe im Raum. Die Finanzaufsicht Bafin ermittelt wegen möglicher Marktmanipulationen durch die Grenke AG .

Wolfgang Grenke ist nicht nur der stellvertretende Aufsichtsvorsitzende der Grenke AG, sondern auch Präsident der IHK Karlsruhe. Zudem ist der 69-Jährige Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) und Eurochambres-Vizepräsident.

Dort verfolgt man genau, was mit dem Fall passiert. Michael Alpert, Hauptgeschäftsführer des BWIHK, betont: „Wolfgang Grenke ist gewählter Präsident und nimmt als solcher seine Amtsgeschäfte wahr. Insbesondere in der Corona-Pandemie hat sich Wolfgang Grenke als BWIHK-Präsident mit Herzblut und großem ehrenamtlichen Engagement für die Belange der Südwestwirtschaft eingesetzt.“

Schnelles Ermittlungsergebnis der Bafin ist nicht zu erwarten

Auf 64 Seiten hat der britische Investor Fraser Perring mit seinem Unternehmen „Viceroy Research“ ausgearbeitet, wie das Unternehmen aus Baden-Baden betrogen haben soll. Das Unternehmen hält die betrügerische Struktur in seiner Analyse für enorm und offensichtlich und schreibt daher: „Wir kommen schwer um die Schlussfolgerung umhin, dass Grenke an dem Betrug mitbeteiligt ist.“

Von einem schnellen Ermittlungsergebnis der Bafin ist nicht auszugehen. „Häufig sind das komplexe Untersuchungen, bei denen wir weitere Informationen einholen müssen“, hatte Bafin-Sprecherin An­ja Schuch­hardt gegenüber den BNN erklärt.

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