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Weitere Einschränkungen erwartet

Noch nicht ganz fertig: Wie es an der Fieser-Brücke in Baden-Baden weitergeht

Die Baustelle an der Fieser-Brücke in Baden-Baden ist zwar abgeschlossen, ganz fertig sind die Arbeiten aber noch nicht. Die Stadt erklärte nun, wie es mit der Unteren Sophienstraße weitergeht.

Vor Ort: Der Bodenbelag zwischen Fieserbrücke und Kolonnaden sieht ruppig aus, Bürgermeister Alexander Uhlig (links) schaut sich die Lage an. Foto: Christiane Krause-Dimmock

Lange wurde gebaut an der Fieserbrücke, viel gab es zu diskutieren und am Ende wird im September auf Bürgerebene abgestimmt, wie es denn in Zukunft aussehen soll mit dem Verkehr. Und das, obwohl das Projekt noch gar nicht beendet ist. Schwarze „Narben“ zwischen den neuen Bodenbelägen lassen erahnen, dass es hier bald wieder rundgehen wird.

Die Baustelle als solche sei zwar abgeschlossen, erklärte Bürgermeister Alexander Uhlig (CDU) bei einem Termin vor Ort. Allerdings stünden noch Arbeiten im Untergrund aus. Sprich, die schwarzen Asphaltstreifen wurden als Provisorium eingebaut, um die Brücke so schnell wie möglich wieder freigeben zu können. So sei es auch ausdrücklich mit den lokal ansässigen Unternehmen besprochen worden.

Für den Moment sieht die Oberfläche deshalb teilweise noch ein wenig ruppig aus. Bis ins kommende Jahr soll das wohl auch so bleiben. Erst nach dem Christkindelsmarkt folgt der nächste Arbeitsschritt. Im Untergrund geht es los und dann an der Oberfläche weiter. Im gesamten Terrain müsse ein Kanal eingezogen werden, erklärte Peter Riedinger von den Stadtwerken. Er betont, dass es sich hierbei um eine komplizierte Angelegenheit handelt.

Obendrein gelte es Wasserleitungen zu verlegen beziehungsweise zu erneuern. Hier verlaufen auch die Quelleitungen der BKV, die ebenfalls betroffen sind. Marode sind sie zwar nicht. Doch hätten sie das Alter, dass man an Erneuerung denken müsse, wenn es nicht zu unplanmäßigen Pannen kommen wie zuletzt in der Stephanien- und Bertholdstraße.

Kaiserallee wird für Baumaßnahmen voll gesperrt

In einer ersten Etappe will man ab Jahresanfang den Bereich Kaiserallee ins Visier nehmen. Nach Abschluss dieser Tätigkeiten, die nach Einschätzung von Projektleiter Vinzenz Wienk-Borgert rund fünf Monate in Anspruch nehmen und mit geschätzten 600.000 Euro zu Buche schlagen werden, soll der Plattenbelag der Fieserbrücke bis an die Kolonnaden herangeführt werden. Entstehen werde dadurch ein großzügiger Übergang als verbindendes Element.

Verkehrstechnisch, so räumt der Projektleiter ein, werde das eine Vollsperrung der Kaiserallee während der Maßnahme erforderlich machen. Doch je nach Ausgang des Bürgerentscheids könnte dann möglicherweise die Durchfahrt ohnehin nicht mehr möglich sein.

„Das alles wird natürlich von der Witterung abhängen“, sagt Uhlig. Er verweist darauf, dass die Materialien bereits bestellt wurden. Und zwar für die gesamte Maßnahme. Diese werde man einlagern und sich somit ein Stück weit von möglichen Lieferengpässen unabhängig machen. „Wir wissen alle nicht, ob es nochmals zu einem Lockdown kommen wird.“ Man will auf Nummer sicher gehen.

Wie es weitergehen wird und vor allem wann, das müsse man jeweils zu gegebener Zeit besprechen und entscheiden, sagt Uhlig. Er spricht von einem kommunikativen Prozess. „Anders geht es nicht. Wir werden uns im Frühjahr 2022 zusammensetzen und die aktuelle Lage erörtern.“

Keine Einschränkungen für Fußgänger erwartet

Die Sache gleichzeitig und parallel zu den aufwendigen Arbeiten an der Brücke durchzuführen, sei nicht möglich gewesen. Man habe nun jedoch mit Blick auf die absehbaren Untergrundarbeiten, die Teilbereiche, die betroffen sein werden, so gestaltet, dass kein großer Schaden im neuen Bodenbelag entsteht.

Während der Bereich Kaiserallee vergleichsweise gut zu lösen sei, mache man sich planungstechnisch gegenwärtig Gedanken, wie man in der Unteren Sophienstraße in Richtung zum Leo weiter vorgehen kann, um die Unternehmen vor Ort möglichst wenig einzuschränken. Man sei sich sehr wohl darüber im Klaren, dass diese zuletzt viel zu erdulden hatten, zeigte Uhlig viel Verständnis.

Es werde, so Markus Selig vom Tiefbauamt, jedoch für Fußgänger jederzeit möglich sein, diesen Bereich zu queren, in die Gastronomie einzukehren oder die Schaufenster zu betrachten. Was die Außenbestuhlung betrifft, da werde es allerdings Einschränkungen geben.

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