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Kurstadt ist beliebter Drehort

Tatort & Co.: Viele Filmproduktionen werden in Baden-Baden realisiert

Ob Kurhaus, Casino oder Trinkhalle. In Baden-Baden werden viele Filmemacher fündig, wenn sie auf Motivsuche sind. Die Kurstadt oder kleine Ecken davon, finden sich in vielen Produktion wieder.

Die Trinkhalle in Baden-Baden ist immer wieder ein beliebtes Motiv für Filmproduktionen aller Art. Foto: Beatrix Ottmüller

Das Familiendrama „Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“ um den an Demenz erkrankten Curt (Günther Maria Halmer) und seine junge Pflegerin Marija (Emilia Schüle) ist ihre jüngste Produktion, in Baden-Baden ist die Zieglerfilm schon seit dem Jahr 2012 ansässig.

Das Unternehmen rund um den Produzenten und Geschäftsführer Marc Müller-Kaldenberg hat die Niederlassung an der Oos unter anderem wegen der vielen Motive in der Gegend ausgewählt, die man für den Dreh verwenden könne, erklärt Müller-Kaldenberg.

Zu 99 Prozent werde mit Originalmotiven gearbeitet. „Bei Produktionen wie beim Tatort beispielsweise wäre es viel zu aufwändig und kostspielig, Dekorationen zu bauen“, erläutert der Geschäftsführer.

Nicht jede Location eignet sich für Filmdreh

„Bei Produktionen wie beim Tatort beispielsweise, wäre es viel zu aufwändig und kostspielig Dekorationen zu bauen“, erläutert der Geschäftsführer. Daher war lange eine Villa in Baden-Baden als Hauptmotiv für den Film „Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“ vorgesehen. Gescheitert ist das Projekt lediglich an der Situation vor Ort.

„Die engen Straßen sind immer das Problem in Altbaustädten.“
Marc Müller-Kaldenberg, Produzent und Geschäftsführer Zieglerfilm Baden-Baden.

„Es war so beengt im Umfeld, sodass wir die benötigte Infrastruktur nicht herstellen konnten“, erklärt der Produzent. Auch am Drehort selbst sei es recht eng gewesen, doch gerade beim Drehen brauche man große Räume um arbeiten zu können. Auch die vielen Fahrzeuge, die die Ausrüstung, das Catering und alles andere, was man am Set benötigt, transportieren, hatten in den kleinen Straßen der Kurstadt keinen Platz.

Wir sind wie ein kleiner Wanderzirkus. Alles ist auf Wagen gepackt. So ziehen wir von einer Location zur nächsten.
Marc Müller-Kaldenberg, Produzent und Geschäftsführer Zieglerfilm

„Wir brauchen für alles zwei Straßenzüge. Das ist immer das Problem in Altbaustädten“, weiß Marc Müller-Kaldenberg aus Erfahrung. „Wir sind wie ein kleiner Wanderzirkus. Alles ist auf Wagen gepackt. So ziehen wir von einer Location zur nächsten“, versucht er zu erklären.

Kurhaus beliebt für Tourismus-Filme, Musikvideos und Co.

Nur wenn man ein Objekt habe, das genügend Raum biete, lasse sich einiges einlagern und so die Menge an Platz reduzieren, den man für den Fuhrpark benötige. Daher erhielt eine Villa in Burladingen im Zollernalbkreis den Zuschlag. „Da hatten wir viel mehr Platz, es war ein recht offenes Gelände“, verrät Marc Müller-Kaldenberg. Allerdings musste das Haus neu eingerichtet und tapeziert werden.

Die Außenaufnahmen entstanden in Reutlingen und Umgebung sowie auf der Burg Hohenzollern.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kurstadt nicht als Kulisse gefragt ist, betont Simone Schmidt von der FilmCommission Baden-Baden/Karlsruhe der Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH. „Das Kurhaus in Baden-Baden wird immer wieder für Dreharbeiten genutzt, allerdings sehr oft für touristische Filme, Musikvideos, Dokumentationen oder Image- und Werbefilme für Firmen“, so Simone Schmidt.

Auch der Tatort entsteht regelmäßig in Baden-Baden

Für den TV-Mehrteiler „Dostoyevsky – The 13th Apostle / Das Leben von Fjodor Dostojewskij“ wurde im Jahr 2009 vor dem Kurhaus für das russische Fernsehen gedreht. Die Innenräume des Baden-Badener Casinos waren im Jahr 2010 Schauplätze für den Film „Otto’s Eleven“. 80 Mitarbeiter des Filmteams, zwölf Schauspieler und 120 Komparsen bevölkerten fünf Tage lang die Säle.

Das Kurhaus in Baden-Baden wird immer wieder für Dreharbeiten genutzt.
Simone Schmidt, FilmCommission Baden-Baden/Karlsruhe der Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH

Die Trinkhalle war im Jahr 2010 eine der Locations für den Film „Carl & Bertha“, ein Historienfilm über den Erfinder des Automobils Carl Benz und seine Frau Bertha, die die erste Überlandfahrt damit unternahm und ihm somit zum Erfolg verhalf.

Regelmäßig erscheint die Kurstadt auch in den Produktionen des in Baden-Baden ansässigen Südwestrundfunks (SWR). Im Tatort sind immer wieder Schauplätze in Baden-Baden und der Umgebung zu erkennen. Zudem hat der SWR für die Tatorte Stuttgart, Ludwigshafen und Schwarzwald, die beim SWR produziert werden, in der Cité ein Gebäude gemietet. Dort sind die Innenräume der drei Polizeipräsidien von Stuttgart, Ludwigshafen und Freiburg in den drei Stockwerken eingerichtet.

„Die Fallers“ drehen häufiger in Baden-Baden

Auch die Schwarzwaldserie „Die Fallers“ entsteht in Baden-Baden. Etwa 70 Prozent der Szenen bei den Fallers werden in den Ernst-Becker-Studios 3 und 4 des SWR gedreht. Auch kleine Szenen, die in der Serie dann als Orte in der Nähe des Schwarzwaldhofs präsentiert werden, entstehen in der Stadt.

Einmal durfte der aus dem Tierschutz gerettete Esel einer Produktionsmitarbeiterin mitspielen. Die Aufnahmen dazu entstanden auf einem Reiterhof im nahe gelegenen Winkel in Gaggenau, auch das alte Feuerwehrhaus in Bad Rotenfels war schon Schauplatz eines Ereignisses in der Schwarzwald-Serie.

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