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Showdown an der Talsperre

Porsche dreht Werbung für den Super Bowl in Forbach

Porsche hat seinen Werbespot für den Super Bowl an der Schwarzenbach-Talsperre bei Forbach gedreht. Er zeigt die rasante Verfolgsungsjagd auf einen Autodieb. Die einmalige Ausstrahlung in Amerika kostet rund zehn Millionen Euro. Eine Unternehmenssprecherin erklärt, warum die Wahl beim Drehort auf Forbach gefallen ist.

Rasante Fahrt: Die Verfolgungsjagd im Porsche-Werbespot für den Super Bowl endet auf der Schwarzenbach-Talsperre. Die aufwendigen Dreharbeiten für den einminütigen Clip, den in der Nacht zum Montag rund 100 Millionen Amerikaner sehen werden, fanden im November statt. Foto: Porsche AG

Showdown im Schwarzwald: An der Schwarzenbach-Talsperre bei Forbach liefern sich Sportwagen eine spektakuläre Verfolgungsjagd. Rasante Manöver und röhrende Motoren ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Eine Kamera-Drohne schießt durch die Luft. Auf der 400 Meter langen Staumauer endet die wilde Hatz. Der Autodieb wird vor idyllischer Kulisse gestellt.

Hollywood in Forbach? Nicht ganz. Tatsächlich hat die Firma Porsche an der markanten Talsperre ihren Werbespot für den Super Bowl drehen lassen. Das Finale der amerikanischen Football-Liga NFL findet in der Nacht auf Montag statt. In den vergangenen Jahren verfolgten rund 800 Millionen Zuschauer weltweit das Spektakel, allein 100 Millionen davon in den USA.

Porsche zahlt Millionen für Super-Bowl-Werbung

Nicht alle sind Sportfans: Viele Amerikaner schauen den Super Bowl auch wegen der originellen Werbespots, für die viele Konzerne tief in die Tasche greifen. „Als schwäbisches Unternehmen reden wir nicht gerne über Geld“, teilt die Porsche AG auf BNN-Anfrage augenzwinkernd mit.

Man bewege sich aber im „bekannten Rahmen“. Die Ausstrahlung des einminütigen Clips – im Netz kursiert auch eine Langversion mit 2:32 Minuten – kostet nach Angaben des Fernsehsenders Fox rund zehn Millionen Euro. Er trägt den Titel „The Heist“ (Der Raub).

Vorbild aus Gaggenau?

Warum aber fiel die Wahl zum Drehort ausgerechnet auf den Schwarzwald? Vielleicht hat sich das Welt-Unternehmen vom Gaggenauer Autohaus Stefan inspirieren lassen. Gerhard Stefan und sein Sohn Philipp Göller bauen individuelle Porsche-Sportwagen auf Kundenwunsch.

Gerhard Stefan (links) und Philipp Göller mit ihrem Porsche 964 GS Foto: Keller

Ihren Prototyp, den Porsche 964 GS, hatten die Murgtäler für ihre Homepage ebenfalls an der Talsperre bei Forbach in Szene gesetzt. Für ihre Arbeit erhielten sie den „ German Design Award .“

Die Schwarzenbach-Talsperre ist eine sehr attraktive Kulisse.
Porsche-Sprecherin Nadescha Vornehm

„Die Schwarzenbach-Talsperre ist eine sehr attraktive Kulisse, die zugleich für den Süden Deutschlands steht“, erklärt Porsche-Sprecherin Nadescha Vornehm.

Gleichzeitig biete der Staudamm keine Ausweichmöglichkeit, was perfekt zur Story des Werbespots passe.

Rasante Verfolgungsjagd

Die geht so: Ein Autodieb entführt den neuen Taycan, einen Elektro-Sportler, aus dem Porsche-Museum in Stuttgart. Das Sicherheitspersonal jagt ihm, ebenfalls motorisiert, hinterher.

Verfolgungsjagd im Schwarzwald: Die Porsche auf der Landesstraße 83 Foto: Porsche AG

So verfolgen rund ein halbes Dutzend ikonischer Porsche-Modelle – vom klassischen 911er bis zum legendären Rennwagen 917K – den Bösewicht mit Bleifuß.

Showdown an der Schwarzenbach-Talsperre

Den Dreh im November hat der schwäbische Autobauer überwiegend ins Badische verlegt. In Heidelberg und Heppenheim entkommt der Dieb noch, ehe er auf der Talsperre in die Falle fährt. Auch auf der Landesstraße 83, die vom Murgtal hinauf zum Mehliskopf führt, wurde gefilmt.

Dabei kamen vier Kameras, ein Kamera-Fahrzeug und zwei Drohnen zum Einsatz – eine davon raste mit bis zu 160 Kilometern pro Stunde über die Sportwagen hinweg.

Werbespot läuft zunächst nur in Amerika

Das US-Fernsehen zeigt den Spot im ersten Viertel des Super Bowl. Dann kennen auch 100 Millionen Amerikaner, zumindest bildlich, die Schwarzenbach-Talsperre.

Malerische Kulisse: Die Schwarzenbach-Talsperre zwischen Forbach und dem Mehliskopf Foto: Hertweck

Später wird der Clip auch als Kino-Werbung in anderen Ländern gezeigt. Er läuft stets in der Originalsprache Englisch mit Untertiteln.

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