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Förderverein „Loseno“

Kongolesischer Pfarrer kann wieder nicht nach Au am Rhein reisen

Wegen der Pandemie kann der kongolesische Priester Abbé Pascal auch in diesem Jahr keine Urlaubsvertretung in der Seelsorgeeinheit Durmersheim - Au am Rhein machen. Der Förderverein „Loseno“ unterstützt verschiedene Projekte im Kongo.

Das Dach der Mutter-Kind-Klinik, die der Förderverein „Loseno“ im Kongo unterstützt, hat durch ein Unwetter schwere Schäden erlitten. Foto: Abbé Pascal

Eine Afrika-Messe wird es in Au am Rhein auch in diesem Jahr nicht geben. Wie schon 2020 fällt diese ganz besondere Gottesdienstform wegen Corona erneut aus. Auch der turnusmäßige „Hock im Pfarrgarten“ findet nicht statt.

Grund: Abbé Pascal, der in der Vergangenheit fast schon traditionell die Urlaubsvertretung in der Seelsorgeeinheit Durmersheim - Au am Rhein übernommen hat, muss auf die Reise nach Deutschland verzichten. Die Erzdiözese Freiburg lässt wegen der Pandemie noch keine Ferienvertretungen zu.

Schon Anfang dieses Jahres hatte Abbé Pascal mitgeteilt, dass „meine Hoffnung, im Sommer wieder nach Deutschland zu kommen, wegen der Covid-19-Pandemie sinkt“.

Er würde so gerne seine Wohltäter und Freunde wieder treffen.
Konrad Schindele, Vorsitzender des Fördervereins „Loseno“

Konrad Schindele, Vorsitzender des Fördervereins „Loseno“, der seit Jahren viele Projekte in der kongolesischen Diözese Tshumpe, in der Abbé Pascal tätig ist, unterstützt, bedauert die Absage des Priesters: „Es hat ihn sehr geschmerzt, denn er wollte so gerne seine Wohltäter und Freunde hier im süddeutschen Raum und in der Schweiz wieder treffen.“

Sobald er die Chance für einen Besuch sehe, werde er sie aber ergreifen, schildert Schindele die Situation von Abbé Pascal.

Viele Verbesserungen in der kongolesischen Diözese durch Spenden

Dank zahlreicher Spender und Unterstützer seien in der Diözese mittlerweile in vielen Bereichen Verbesserungen erzielt worden. Beispielhaft nennt Schindele die Anlage eines Fischteiches, Hühnerhaltung und Gemüseanbau.

„Eine Riesenaktion war der kurzfristig umgesetzte Bau eines 60 Meter tiefen Wasserbrunnens mit einer solarbetriebenen Pumpe für sauberes Wasser“, sagt Schindele, der in diesem Zusammenhang von einem „Meilenstein“ spricht.

Eine wahrhaft schwergewichtige Neuanschaffung sei zudem der Kauf einer großen Gefriertruhe gewesen, die ebenfalls mit Solarmodulen betrieben werde und die mit einer Speicherbatterie ausgestattet ist.

Die Vorbereitung für den Transport der Truhe, der Module und der Batterie sei dabei eine echte Herausforderung gewesen, berichtet Schindele und bezieht dabei auch die technischen Pläne mit Vorgaben zur Installation vor Ort sowie die aufwendige Herstellung der großen Holzkiste mit ein.

Nähzentrum geht an den Start

An den Start geht nun auch das vom Förderverein mit finanzierte Nähzentrum, in dem bis zu 50 Näherinnen und Schneiderinnen ausgebildet und zugleich Alphabetisierungskurse angeboten werden. „Wir haben viele Nähmaschinen, Stoffe, Knöpfe, Scheren und Nähzubehör als Sachspenden erhalten“, so Schindele.

Durch eine Großspende sei die bestehende Fotovoltaikanlage um zwölf Module erweitert und mit Speicherbatterien ergänzt worden. „Die Stromversorgung ist jetzt auf einem guten Stand.“

Große Schäden am Dach der Mutter-Kind-Klinik

Weitere Projekte sind derweil schon in der Planung: Dazu gehören etwa neue Geräte für das medizinische Labor in der Krankenstation, um die Messwerte bei den Patienten richtig auswerten zu können.

Weiter geht es um den Neubau eines Stalles zur Haltung von Ziegen, Schweinen und Kühen sowie um die Reparatur von Schäden, die nach einem großen Unwetter am Dach der Mutter-Kind-Klinik entstanden sind. Schindele beschreibt die Situation dort als „dramatisch“, da alle geschockt gewesen seien, wie heftig das Unwetter gewütet habe.

„Gott sei Dank gab es aber keine Schwerverletzten.“ Wie der Vorsitzende des Fördervereins weiter ausführt, sei es zudem ein Ziel, dass qualifizierte Mitarbeiter des Projektes wie Ärzte, Lehrer, Hebammen und Pflegepersonal eine kleine Entlohnung erhalten.

Service

Nähere Informationen gibt es bei Konrad Schindele, Telefon: (07245) 1850, Mail: konrad.schindele@schindelegmbh.de

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