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Vielfältige Diskussionsthemen

Beim Jugendgipfel in der Badner Halle entstehen neue Ideen für Rastatt

Über 60 Schülerinnen und Schüler diskutierten beim Jugendgipfel über Wünsche und Anregungen, die in Rastatt realisiert werden könnten. Ein Erfolg des Vorjahres: die Calisthenicsanlage an der Murg.

Anregungen und Verbesserungswünsche äußerten die Schüler beim Jugendgipfel in verschiedenen Diskussionsrunden. Foto: Stadt Rastatt/Miguel Rodriguez

Äußerst erfolgreich präsentiert sich die Calisthenicsanlage an der Murg, die im vergangenen Jahr eröffnet wurde. Sie ist ein Resultat der Ideen, die 2018 beim Rastatter Jugendgipfel entstanden.

Bei der neuesten Auflage dieses Gipfels unter dem Motto „Rastatt, wach auf!“, wurde die große Resonanz auf die Einrichtung dieses Fitness-Parcours nochmals hervorgehoben. „Wir sind sehr stolz, dass diese Anlage entstanden ist“, sagt der städtische Jugendbeteiligungsreferent Florian Seeland.

Im vergangenen Jahr war der Jugendgipfel wegen Corona nur in digitaler Form abgehalten worden. Nun, turnusgemäß zum Ende des Schuljahres, gab es wieder eine Präsenzveranstaltung in der Badener Halle.

Es ist wichtig, zu zeigen, dass wir noch da sind.
Florian Seeland, Jugendbeteiligungsreferent

Über 60 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen acht bis zehn aus städtischen Schulen waren mit dabei, um über Wünsche, Anregungen und Verbesserungsmöglichkeiten in der Stadt zu diskutieren. Die Leitung hatte Florian Seeland übernommen. „Es ist wichtig zu zeigen, dass wir noch da sind“, erklärte Seeland.

Mehr Schulsanitäter und Sicherheitsempfinden am Bahnhof

Zu den Hauptthemen zählte natürlich das Leben in der Schule. Es sei wichtig, dort ein schmackhaftes und auch veganes Essen zu bekommen, hieß es. Zudem wurde die Forderung nach einer besseren Ausstattung mit Tablets laut: „Auch ältere Lehrer, die sich nicht so gut mit den neuen Medien auskennen, sollten Förderkurse erhalten“, lautete ein Wunsch aus der Schülerschaft.

Außerdem wurde angeregt, mehr Schulsanitäter bereitzuhalten oder auch mehr Schülerdiscos zu veranstalten, um den schulischen Spaßfaktor zu erhöhen.

Im Blick auf Rastatts Infrastruktur kam die Anregung auf, die Radwege entlang der Murg zu erneuern, mehr Fahrradständer und Mülltonnen in der Stadt aufzustellen oder auch die Preise im Öffentlichen Personennahverkehr zu senken. Aus den umliegenden Orten sollten öfter Busse nach Rastatt fahren und auch das mangelnde Sicherheitsempfinden am Bahnhof wurde angeprangert: „Es müsste dort mehr kontrolliert werden“, war aus einer Diskussionsgruppe zu vernehmen.

Viele Forderungen in Bereichen Infrastruktur, Außenanlagen, Jugendangebote

Mehr Ladestationen, billigere E-Scooter und Parkanlagen speziell für Hunde waren weitere Punkte, die in den Diskussionsrunden bei den Schülern zur Sprache kamen. Auch Kunstrasen- und Basketballplätze, möglichst mit kleinen Unterstellmöglichkeiten gehörten zur Liste der Anregungen. Und auch für die Calisthenicsanlage an der Murg gab es noch Verbesserungswünsche: „Sie sollte weiter ausgebaut werden und mehr Fläche erhalten“.

Gut bewertet: Beim Rastatter Jugendgipfel wurde die Realisierung der neuen Calisthenicsanlage an der Murg besonders hervorgehoben. Foto: Stefan Maue

Die Einrichtung eines Jugendcafés steht auf der Prioritätenliste ebenfalls weit oben, genauso wie eine intensivere Kooperation zwischen den Schulen, etwa auch mit diversen Wettbewerben auf sportlicher Ebene.

Florian Seeland kündigte an, dass die Ergebnisse nun der Jugenddelegation der Stadt präsentiert werden, die sich im September wieder neu konstituieren wird, wobei dann zugleich eine entsprechende Priorisierung der Ideen vorgenommen werden soll. „Wir wollen uns auch in das Spiel- und Bolzplatzkonzept der Stadt einbringen“, kündigte Seeland an.

Es sind wirklich gute Vorschläge gemacht worden.
Leonie Hertweck, Schülerin

„Es sind wirklich gute Vorschläge gemacht worden, das war besser als im letzten Jahr“, resümierte Schülerin Leonie Hertweck nach dem Jugendgipfel in der Badner Halle. Gipfelteilnehmer Kenan Ünlü sprach von einer „spannenden Diskussion, bei der wichtige Punkte zur Sprache kamen.“

David Dan, ebenfalls Mitglied einer Diskussionsgruppe, wertete die Gespräche als „vollen Erfolg“, gerade weil viele neue Anregungen zu hören gewesen seien. Was davon umgesetzt werden kann, muss sich nun zeigen.

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