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Verschärfung der Corona-Regeln

Baden-Württemberg verbietet Alkoholausschank im Freien

Gefahrenherd Glühwein? Der Budenzauber in der Adventszeit könnte die Corona-Pandemie verschärfen. Die Landesregierung zieht jetzt die Notbremse und will auch den Alkoholausschank im Freien verbieten.

Baden-Württembergs verbietet Alkoholausschank im Freien. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Die baden-württembergische Landesregierung will den Alkoholausschank unter freiem Himmel wegen des hohen Andrangs an Glühweinständen im Land verbieten. Man werde ein flächendeckendes Alkoholverbot in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha am Dienstag in Stuttgart an.

Die Kommunen sollten die Regeln schon zum dritten Advent umsetzen.

Lucha will „Weihnachtsmärkte über die Hintertür“ beenden

Lucha hatte bereits am Montag im Radioprogramm „SWR Aktuell“ für ein solches Verbot geworben. „Wir haben jetzt gerade am Wochenende in den großen Innenstädten gesehen, dass im Prinzip die Weihnachtsmärkte über die Hintertür kommen, dass wir Riesenschlangen an Glühweinständen hatten“, erklärte der Minister.

„Das kann und darf nicht sein.“ Die Verkaufsstände seien Anziehungspunkte und die Kunden hielten sich dort nicht immer an die Abstandsregeln.

Die Landesregierung stellte zudem am Dienstag eine generelle Verschärfung der Corona-Regeln in Aussicht. Man werde noch diese Woche für Regionen mit mehr als 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen Änderungen beschließen müssen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Stuttgart.

Er hoffe, dass die Regeln für Hotspots Anfang nächster Woche in Kraft treten können. Bislang sei nur Pforzheim davon betroffen. Auch ein kompletter Lockdown nach den Weihnachtsfeiertagen rückt deutlich näher. Das sei gut denkbar, so Kretschmann.

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