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Tipps gegen den Corona-Blues

Ein Weg durch den Lockdown: Es sich „hyggelig“ machen

Wochenlang daheim sein während es draußen kalt, nass und dunkel ist? Damit kennen sich unsere direkten Nachbarn aus dem Norden sehr gut aus. Ihre Lösung? Sie machen es sich so gemütlich, wie es nur möglich ist. Nehmen auch Sie sich ein Beispiel an unseren Nachbarn im Norden und bringen Sie ein bisschen „hygge“ in ihre Leben.

In Dänemark gehört der „hyggekrog“ zu jedem Zuhause dazu: Ein kuscheliger Ort, an dem man es sich mit einer Tasse Tee oder einem guten Buch so richtig gemütlich haben kann. Einen solchen kann man sich auch mal temporär schaffen: mit einem selbstgebauten Zelt. Foto: ©Syda Productions/stock.adobe.com

Hygge, heißt das auf dänisch. Wobei diesem Wort durch so eine einfache Übersetzung eigentlich unrecht getan wird. Denn Hygge ist ein ganzes Lebensgefühl, das nicht nur im Winter, sondern in allen Monaten des Jahres zum Tragen kommt.

Es steht für Innigkeit und innere Ausgeglichenheit und für das Gefühl, an einem geschützten Ort und „im Moment“ zu sein. Um es wildromantisch auszudrücken: Hygge ist, mit einem heißen Kakao und einem spannenden Buch daheim zu sitzen, während draußen der Sturm tobt.

Wie aber bringt man das dänische Glücksgefühl in die eigenen vier Wände?

„Der schnellste Weg zu Hygge ist es, einfach ein paar Kerzen anzuzünden“, schreibt Meik Wiking, Gründer des dänischen Glücksforschungsinstituts in Kopenhagen. Mehr als die Hälfte der Dänen zünden laut Wiking im Herbst und Winter täglich daheim Kerzen an.

Eine Gewohnheit, die so fest in der Seele unserer nordischen Nachbarn verankert ist, dass sogar die Sprache davon beeinflusst ist: Das dänische Wort für Spielverderber ist „lyseslukker“, übersetzt: derjenige, der die Kerzen ausmacht.

Für eine kuschelige Ecke sorgen

Was die Dänen auch für eine Selbstverständlichkeit halten: Den „hyggekrog“, eine kuschelige Ecke im eigenen Zuhause, in der man es besonders gemütlich hat. Die lässt sich mit bereits vorhandenen Mitteln oft schneller bewerkstelligen, als man denkt: mit einem Sessel, den man sich vor ein Fenster stellt, einer breiten Fensterbank, die man mit einer weichen Unterlage und ein paar Kisten und Decken zum perfekten Leseplatz umfunktioniert oder einem kleinen, selbstgebauten Zelt im Wohnzimmer, in das man sich mit den Kindern zurückziehen kann, um dort gemeinsam Bücher anzusehen.

Was man noch tun kann, um ein hyggeliges Gefühl zu erzeugen: Holen Sie sich die Natur ins Haus. Mit Zweigen arrangierte Vasen und bunter Herbstlaub oder Nüsse auf dem Tisch sehen nicht nur schön aus, sondern verändern die ganze Atmosphäre eines Raumes.

Holen Sie die alte Keramik-Teekanne von Oma aus dem Schrank, anstatt sich aus Stahl-Thermoskannen ihren Tee einzugießen. Und wenn Sie einen Kamin haben: Machen Sie ihn an. Nur wenig ist hyggeliger als ein offenes Feuer.

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