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Offener Brief

Nach Demo gegen Kälbertransporte aus Baden-Württemberg: Tierschützer schreiben an Kretschmann

Sieben Organisationen fordern in einem Offenen Brief an Ministerpräsident Kretschmann und Minister Hauk, die umstrittenen Kälbertransporte aus Baden-Württemberg sofort zu beenden.

Die Kälber werden von Baden-Württemberg bis zu 20 Stunden lang ins Ausland transportiert. Foto: Ulrich Perrey picture alliance/dpa

Der Protest gegen Kälbertransporte wird in Baden-Württemberg lauter. Nach einer von „XOrga“ initiierten Demonstration vor dem Landwirtschaftsministerium in Stuttgart schreiben die Tierschützer nun einen Offenen Brief an Minister Hauk sowie an Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Diesem schließen sich sechs weitere Organisationen an, unter anderem „Peta“ und „Ärzte gegen Massentierhaltung“.

Durch einen Erlass gibt die Landesregierung größeren Freiraum für den Transport von wenige Wochen alten Kälbern. Diese werden, kritisieren die Tierschützer, unter unzumutbaren Bedingungen ins Ausland gebracht, manche dort geschächtet.

Tierschützer fordern sofortigen Stopp der Transporte

Das Landwirtschaftsministerium hatte auf BNN-Anfrage erklärt, sich an Urteile des Verwaltungsgerichts Sigmaringen und des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim gebunden zu sehen.

Der Erlass steht auf rechtlich sehr dünnem Boden.
Tierschützer in ihrem Offenen Brief

„Der Erlass steht auf rechtlich sehr dünnem Boden“, schreiben die Tierschützer im Offenen Brief. Sie zitieren darin unter anderem die Berichterstattung der BNN. Darin hatte Christoph Maisack von der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht erklärt, er sehe durchaus Möglichkeiten für die Landesregierung. Diese sei nicht an die Urteile gebunden, da es Eil-Entscheidungen seien.

Die Tierschützer fordern einen „sofortigen Stopp von rechtswidrigen Kälbertransporten per Verwaltungsakt“.

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