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Digitalisierung für den Unterricht

Weitere Schulen in Pforzheim gehen ans Glasfasernetz

Viele Schulen in Pforzheim haben bereits schnelles Internet, nun sollen weitere Schulen einen Glasfaseranschluss bekommen. Der Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung beschloss dies nun einstimmig.

Nicht nur im Fernunterricht ist schnelles Internet wichtig. Deshalb sollen weitere Schulen in Pforzheim einen Glasfaseranschluss erhalten. Foto: Uwe Anspach picture alliance/dpa

Wie wichtig schneller Internetzugang an Schulen ist, hat sich in der Pandemie gezeigt, wenn ganze Unterrichtseinheiten ins Homeschooling übertragen werden müssen. Aber auch im regulären Unterricht ist mehr Digitalisierung vonnöten.

So haben immerhin bereits 20 von 37 Schulen in städtischer Trägerschaft einen Anschluss ans Glasfasernetz und somit einen Internetzugang mit einem Gigabit pro Sekunde Bandbreite. Das sind die Gymnasien, Realschulen und beruflichen Schulen. „Wir brauchen einen solchen Zugang aber an allen Schulen der Stadt“, so Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Digitalisierung.

Kevin Lindauer leitet den Geschäftsbereich Digitalisierung bei der Stadtverwaltung und stellte den Anschluss weiterer neun Schulen ans städtische Glasfasernetz bis Ende 2022 in Aussicht. Das geschieht im Zuge der Erweiterung des Verwaltungsnetzes der Stadt.

Vier Schulen müssen aufgerüstet werden

Für die verbleibenden acht Schuleinrichtungen, bei denen die Anbindung an das städtische Glasfasernetz mit Kosten in Höhe von insgesamt circa 1,35 Millionen Euro einhergehen würde, wird die Erschließung an eine gigabitfähige Netzinfrastruktur über Förderprogramme des Bundesministeriums und des Landes Baden-Württemberg angestrebt.

Nach Untersuchungen hat sich laut Lindauer gezeigt, dass die Grundschulen in Dillweißenstein, Hohenwart, Würm und die Waldschule Büchenbronn ausreichend mit schnellem Internet versorgt sind. Somit gelte es noch vier Schulen aufzurüsten: Neben der Arlinger- und der Sonnenhofschule sind das die Grundschule Huchenfeld und die Karl-Friedrich-Schule in Eutingen.

Rund 674.000 Euro soll dies kosten, wobei Bund und Land voraussichtlich 90 Prozent davon übernehmen. Es verblieben bei der Stadt demnach rund 67.000 Euro. Laut Lindauer soll die Vergabe der Arbeiten noch im Oktober dieses Jahres geschehen und die Fertigstellung bis September 2022 erfolgen.

Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung stimmt für Ausbaupläne

Stefanie Barmeyer (Grüne) dringt auf eine Umsetzung der Pläne, weil nur so die Schule am Laufen gehalten werden könne. Auch WLAN sollte überall in den Schulen verfügbar sein. Emre Nazli (Grüne Liste) findet den Ausbau „überfällig“. Der Ausschuss votierte schließlich einstimmig für die Ausbaupläne.

Wirtschaftsförderer Markus Epple präsentierte in der Sitzung ein neues Nahversorgungskonzept, das als Leitlinie für künftige Bauleitplanungen dienen soll. Angestrebt ist die Versorgung aller Stadtteile mit Lebensmitteln. Das betrifft aktuell auch die Innenstadt, aber auch Stadtteile wie Hohenwart, wo ein „Dorflädle“ im September öffnen wird.

Eine solche Eigeninitiative kann laut Epple ein Muster sein für andere Stadtteile. Alexander Bader (FDP) reklamiert einen restriktiven Umgang mit Neuansiedlungen auf der Wilferdinger Höhe. Epple begründet die Einschränkungen damit, dass sich das Versorgungskonzept auf Wohnstandorte bezieht und ein solcher sei die Wilferdinger Höhe nicht. Deshalb müsse das Angebot hier nicht mehr wachsen.

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