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Zoff in der Pforzheimer SPD

Hück legt offiziell Beschwerde gegen Nachfolgerin Roos ein

Der innerparteiliche Streit bei der Pforzheimer SPD geht in die nächste Runde. Nachdem die neue Stadtrat-Fraktionssprecherin Roos ihren Vorgänger Hück scharf kritisierte, kontert der - und sieht sein freies Mandat in Gefahr.

In der Kritik: Uwe Hück im Pforzheimer Gemeinderat Foto: str

Nicht-mehr-Fraktionssprecher Uwe Hück legt im SPD-internen Streit mit seiner Nachfolgerin und Stadtrats-Kollegin Jacqueline Roos noch einmal nach – und hat bei Oberbürgermeister Peter Boch (CDU) eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Roos beantragt. Er müsse den OB „bitten, die Kollegin an ihre Pflichten als Gemeinderätin zu erinnern“, heißt es in dem Schreiben, das dieser Redaktion vorliegt. Und weiter: „Es kann nicht sein, dass mich meine Kollegin öffentlich auffordert, meiner Pflicht als Gemeinderat nicht nachzukommen.“

Hintergrund sei, so Hück, ein Bericht der BNN, in dem Roos eine Nähe Hücks zu City-Ost-Gegner Hans-Ulrich Rülke (FDP) kritisiert. „Es entspricht nicht der Linie der SPD, gemeinsame Sache mit der FDP und Herrn Rülke zu machen“, sagte sie dort.

Das wiederum bringt Hück in Rage. „Wenn sie sich so äußert, dann verhindert sie ja, dass ich meiner Arbeit als Gemeinderat so nachgehen kann, wie es sein sollte. Ich habe einen Eid auf Pforzheim geschworen und nicht auf ein Parteibuch“, sagt er. Entsprechend habe er sich nicht unter einen Fraktionszwang bei dieser umstrittenen Frage stellen lassen, sondern erst selbst den Vertrag lesen wollen.

Es müsse in dieser Frage um Inhalte gehen und nicht um die Frage des Parteibuchs. „Das geriet mir zum Nachteil“, berichtet Hück, der schließlich den Posten des Fraktionssprechers an Roos abgab – weil er ihn ohnehin verloren hätte, wie Roos betonte.

Im Fall des Projekts Innenstadt-Ost liegen die Nerven blank. Zuletzt erhielt der Bebauungsplan in einer Probeabstimmung im Planungs- und Umweltausschuss keine Mehrheit. Bislang galt die SPD als Stabilisator des Projekts.

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