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Keine Konzerte seit Oktober

Nach vielen Absagen: Pforzheimer Folkclub Prisma setzt auf zweites Halbjahr

Beim Pforzheimer Folkclub Prisma gab es seit Oktober keine Veranstaltungen mehr. Nach vielen Absagen hofft man auf die zweite Jahreshälfte. Nun stehen die Planungen für den „Tag der Musik“ am 25. Juni an.

Seit Oktober finden im Folkclub Prisma keine Konzerte mehr statt. Foto: Susanne Roth

„Unsere Hoffnungen ruhen auf dem zweiten Halbjahr“, sagt Christian Roch. Der Vorsitzende des Pforzheimer Folkclubs Prisma ist vorsichtig optimistisch. „Im Moment kann man gar nichts planen.“

Zusammen mit der stellvertretenden Vorsitzenden Maren Leicht versucht er, sich an das letzte Konzert vor dem Lockdown zu erinnern. „Im Oktober war das. Dann fiel die Klappe.“

Und dann war erst einmal mehr oder weniger hektisches Absagen angesagt. Was die Programmmacher vom Folkclub Prisma dabei nach Schilderung von Roch besonders schmerzte: „Im Winter hätten wir die Gruppe Liguriani aus Italien gehabt. An denen waren wir seit 2018 dran und haben nie einen Termin gefunden ...“

Die Nachholtermine im Frühjahr 2021 (ab April), an die man damals noch glaubte, mussten dann auch abgesagt werden. „Ich glaube kaum, dass wir da nochmal was in absehbarer Zukunft finden“, bedauert er.

Auch wenn nun Hoffnung gehegt werden kann auf ein Wiederaufnehmen des Fadens Richtung Sommer: „Dann kommen ja erst mal die professionellen Veranstalter, die alle wieder starten wollen. Und die Leute wollen sicher auch erst mal in Urlaub gehen.“

Folkclub Prisma rechnet mit Wiedereröffnung ab September

Deshalb rechnen Roch und Leicht gar nicht damit, vor September wieder einigermaßen regulär starten zu können. Und selbst wenn, hat der Vorstand des Folkclubs Prisma volles Verständnis dafür, wenn man zugunsten anderer Veranstaltungen im derzeit für den Verein kostenlos nutzbaren Veranstaltungsraum Gasometer in die zweite Reihe zurücktreten müsste.

„Da muss man ja auch wirtschaftlich denken“, so Roch. Man leide da durchaus auch mit. Und müsse andererseits als Folkclub natürlich auch gewisse Planungssicherheit haben. „Wir buchen die Künstler ja lange im Voraus.“ Die unsichere Terminplanung bereitet dann doch etwas Sorge. Doch Musiker und Musikliebhaber wären nicht Musiker und Musikliebhaber, wenn sie nicht improvisieren könnten.

Deshalb lässt man die Dinge auf sich zukommen und steht bereit, um auch spontan die ein oder andere kleine Formation eventuell den Sommer über auftreten zu lassen. Aber: „Ein großes Rad drehen können wir sicher nicht“, sagt der Vorsitzende.

Planungen für „Tag der Musik“ in Pforzheim stehen an

Online finde vielleicht die ein oder andere musikalische Begegnung statt, die Auftritte und Begegnungen fehlten aber schon sehr. Auch wenn vordergründig Ruhe eingekehrt ist tut sich was hinter den Kulissen. So berichtet Maren Leicht davon, unter dem Dach der Sektion Musik im Kulturrat gemeinsam mit dem „Kupferdächle“ mit der Planung des „Tages der Musik“ am 25. Juni beschäftigt zu sein.

Keine Chöre, aber Duos und kleine Formationen seien bisher angedacht; das Kupferdächle baue zudem derzeit eine Open-Air-Bühne auf. „Und das wird natürlich entzerrt. Die Jugendmusikschule könnte dann auch im Reuchlinhaus auftreten. Alles wird gefilmt“, so Leicht.

Wir können das schon ein bisschen gelassener sehen.
Christian Roch, Vorsitzender Folkclub Prisma

Allen derzeitigen Corona-Unsicherheiten zum Trotz: „Wir können das schon ein bisschen gelassener sehen. Uns laufen jetzt nicht die Kosten davon“, sagt Roch. Leicht fügt noch einen positiven Aspekt hinzu. Zu den derzeit 67 Mitgliedern, die alle die Treue gehalten haben, seien noch zwei neue dazu gekommen.

Zudem wurden im Zusammenhang mit dem Programm „Neustart“ des Landes Mittel bewilligt. „Wir schwimmen zwar nicht in Geld ...“, so Roch, und Leicht ergänzt:. „... aber wir können auf jeden Fall die nächste Saison stemmen, die bei uns ja immer von September bis Mai geht“.

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