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Platz 21 in der Weltrangliste

Frühere Östringer Leichtathletin Anna Maiwald nimmt Kurs Richtung Tokio

Gäbe es die Corona-Pandemie nicht, hätte Siebenkämpferin Anna Maiwald ihre Karriere 2020 schon beendet. Weil Olympia aber verlegt wurde, hängt die frühere Athletin des TSV Baden Östringen noch ein Jahr dran.

Keine Hürde zu hoch: Anna Maiwald auf dem Weg zu DM-Silber am 22. August 2020 in Vaterstetten. Foto: BEAUTIFUL SPORTS/KJPeters via www.imago-images.de imago images/Beautiful Sports

In der Startliste der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am kommenden Wochenende in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle sucht man ihren Namen vergebens, dabei liegt Anna Maiwald im Jahresranking immerhin auf Platz acht über die 60 Meter Hürden.

Die Chance auf eine Finalteilnahme bei den Titelkämpfen unterm Dach reizt die Mehrkämpferin, die vor ihrem Wechsel zum TSV Bayer Leverkusen Ende 2011 das Trikot des TSV Baden Östringen getragen hatte, aber nicht.

„Ich habe im Januar zwei Wettkämpfe in der Halle gemacht, das reicht zur Formüberprüfung“, sagt die 30-Jährige. Denn ihr Fokus liegt auf der Freiluftsaison und Tokio 2021 heißt das große Ziel.

Ihre Hoffnungen, bei den um ein Jahr nach hinten verlegten Olympischen Spielen dabei zu sein, sind berechtigt. Die Frankfurterin Carolin Schäfer hat ihr Ticket sicher, aber für einen der zwei weiteren deutschen Startplätze ist die Universiade-Siegerin 2015 aussichtsreiche Anwärterin.

Platz 21 in der Weltrangliste

Die Olympia-Norm von 6.420 Punkten werde sie wohl nicht schaffen, schätzt sie: „Das ist für mich zu hoch, da müsste schon sehr viel zusammenpassen.“ Aber in der Weltrangliste liegt sie aktuell auf Platz 21 und die Top 24 sind bei den Sommerspielen startberechtigt. Sie ist zuversichtlich, dass sie die gute Ausgangsposition in der Sommersaison erfolgreich verteidigen kann.

„Wenn ich fit bleibe und alles durchziehen kann im Training, dann bin ich jedenfalls nicht chancenlos“, schätzt sie. Die jüngsten Ergebnisse machen Mut: „Ich war bisher noch nie so gut in der Hallensaison – obwohl es wegen Corona schon schwieriger ist, sich vorzubereiten.“

Gäbe es die Pandemie nicht, hätte Anna Maiwald ihre Karriere schon beendet. „Ich wollte nach Tokio 2020 aufhören, denn mit 30 muss man ja auch mal den Fokus auf die nächsten 35 Jahre legen“, sagt die Studentin der Wirtschaftswissenschaften, die bereits den Master im Gesundheitsbereich hat. Durch die Verlegung von Olympia hat sie noch ein Jahr dran gehängt. „2021 ist jetzt meine letzte Saison als Vollsportler.“

Potenzial für eine neue Bestleistung

Die Laufbahn verlängert zu haben, bietet der in Östringen von Trainerin Elisabeth Päßler fünf Jahre lang vielseitig ausgebildeten Athletin die Chance, ihre in der Saison 2019 aufgestellte persönliche Bestleistung von 6.174 Punkten noch einmal zu steigern.

„Ich hatte schon 2020 das Potenzial dazu, aber da gab es ja außer den deutschen Meisterschaften keinen Wettkampf und in Vaterstetten hat es dann in Strömen geregnet“, erzählt die deutsche Meisterin der Jahre 2012 und 2014, die im vergangenen Jahr mit 6.112 Punkten DM-Silber gewann hinter Schäfer (6.319).

Anna Maiwald hält es beim Blick auf die noch steigerungsfähige Hausmarke mit dem Sprichwort, wonach aufgeschoben nicht aufgehoben sei. „Gerade im Mehrkampf kann man viel von der Erfahrung profitieren.“ Ihre große Stärke sei, dass sie keine wirklichen Schwächen habe. „Ich bin in allen sieben Disziplinen durch die Bank ausgeglichen“, sagt die vielseitige Sportlerin, die trotz der Herausforderungen auch ausgeglichen wirkt.

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