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Meeting in Genf

Hürden-Spezialist Constantin Preis aus Pforzheim sprintet zur Olympia-Norm

Seit 1999 war kein deutscher 400-Meter-Hürdenläufer mehr an diese Zeit herangekommen: In 48,60 Sekunden rannte der Pforzheimer Constantin Preis am Samstag ins Ziel – und knackte damit die Olympia-Norm.

Stärke bewiesen: Constantin Preis hat eine Woche nach seiner Titelverteidigung bei der deutschen Meisterschaft in Braunschweig auch die Olympia-Qualifikation unter Dach und Fach gebracht. Foto: Swen Pförtner picture alliance/dpa

Er war davon überzeugt, diese Leistung auf den Punkt bringen zu können – und er machte seine Ansage wahr. Der Pforzheimer Constantin Preis, Spezialist über die 400 Meter Hürden und Athlet des VfL Sindelfingen, hat es seiner Vereinskollegin Carolina Krafzik am Wochenende gleich getan und die Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele unterboten.

Eine Woche nach seiner Titelverteidigung bei der deutschen Meisterschaft in Braunschweig lief es für den 23-Jährigen auch in Genf (Schweiz) rund. „Ich habe mich den ganzen Tag lang extrem gut gefühlt“, sagt Preis am Sonntag rückblickend. „Ich bin selbstsicherer in den Lauf rein als noch bei der deutschen Meisterschaft in Braunschweig und hatte die Intention, schneller anzulaufen“, berichtet er. „Das hat zwar nicht geklappt, dafür habe ich aber hinten raus viel Tempo gemacht.“

Zwar war der Este Rasmus Mägi elf Hundertstel schneller als Constantin Preis. Doch mit 48,60 Sekunden stellte der 23-jährige Pforzheimer eine neue persönliche Bestleistung auf, erreichte eine Zeit, die seit 1999 kein deutscher Athlet mehr gelaufen war und preschte in die Top Ten der aktuellen Weltjahresbestenliste vor.

Mentale Stärke zahlt sich für Constantin Preis aus

„Ich bin sehr froh, dass mir das gelungen ist“, sagt Preis. Von Erleichterung will er in diesem Fall allerdings nicht sprechen. „Der Druck war ja noch nicht sehr groß.“

Ich weiß inzwischen, was ich in einem einzigen Lauf leisten kann.
Constantin Preis, Leichtathlet

Dass er in seiner Verletzungsphase viel mental gearbeitet hat, scheint sich nun bereits auszahlen. „Ich weiß inzwischen, was ich in einem einzigen Lauf leisten kann“, erklärt er, „deshalb habe ich vielen gesagt, dass ich diese Norm in Genf laufen werde. Das war quasi mit Ansage.“

Am Meeting in Regensburg am kommenden Wochenende wird Constantin Preis nun nicht mehr teilnehmen. „Luzern in zwei Wochen steht aber noch auf dem Plan. Das ist ein hochkarätiges Feld, da kann ich meine persönliche Bestleistung eventuell nochmal angreifen“, erklärt er. Anschließend kommt für den 23-Jährigen noch ein Meeting in Budapest (Ungarn) infrage.

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