Skip to main content

Damen-Basketball-Bundesliga

Kelterns Sterne lassen den Eisvögeln nicht den Hauch einer Chance

Die Bundesliga-Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern feierten am frühen Sonntagabend nicht nur einen Kantersieg, sondern auch ein Comeback. Allerdings blieb bei all der Freude ein dicker Wermutstropfen.

Durchsetzungsfähig: Sanja Mandic (am Ball) ließ sich vom körperlichen Spiel der Freiburgerinnen nicht verunsichern und steuerte zwölf Punkte zum Kantersieg der Sterne bei. Foto: Harry Rubner

So richtig freuen konnte sich Christian Hergenröther am frühen Sonntagabend nicht. Zwar hatten seine Bundesliga-Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern die Gegnerinnen aus Freiburg regelrecht überrannt und den 16. Sieg im 17. Spiel schon zur Halbzeit perfekt gemacht.

Doch ein Wermutstropfen blieb: Tayler Mingo, Point Guard der Sterne, hatte sich im dritten Viertel verletzt, musste ausgewechselt werden und wird sich gleich zu Wochenbeginn einer Kernspintomographie unterziehen. „Deshalb ist meine Freude über den Sieg jetzt nicht ganz so groß – Knieverletzungen sind immer schwierig, das ist natürlich bitter“, sagte der Headcoach nach dem 105:54(56:14)-Erfolg seines Teams.

Sterne machen zur Halbzeit alles klar

Das hatte ihm dennoch über weite Strecken große Freude bereitet. Statt Blumen zum Valentinstag hatten sich die Freiburgerinnen massenhaft Körbe eingefangen. Von Beginn an setzten die Gastgeberinnen die Eisvögel massiv unter Druck, störten sie früh in ihrem Aufbau und brachten sie auch beim Abschluss ein ums andere Mal in Bedrängnis.

Während die Freiburger Versuche häufig ertraglos blieben, zeigten sich die Kelternerinnen – ganz wie es sich der Headcoach vor der Partie gewünscht hatte – hellwach: Allein in der ersten Hälfte sicherten sie sich 22 Rebounds und verwerteten 61 Prozent ihrer Würfe aus dem Spiel heraus.

Die Folge war ein immenser Vorsprung von 56:14 zur Halbzeitpause. „Wir haben vieles gut verteidigt“, sagte Hergenröther nach der Partie. „Und das, was wir nicht gut verteidigt haben, hat Freiburg nicht nutzen können.“

Die Mädels haben das im Vergleich zum ersten Spiel in Freiburg sehr gut gemacht.
Christian Hergenröther, Headcoach der Sterne Keltern

Christian Hergenröther wäre aber nicht Christian Hergenröther, wenn er nicht doch ein Haar in der Suppe gefunden hätte. „Freiburg versucht, durch Aggressivität den Rhythmus zu nehmen, da war dann auch von unserer Seite zu viel Körperkontakt. Trotzdem haben die Mädels das im Vergleich zum ersten Spiel in Freiburg sehr gut gemacht“, erklärte er.

Belobi Nawezhi feiert ihr Comeback

Die zweite Hälfte nutzte Keltern schließlich, um Dinge auszuprobieren – und für ein Comeback: Zwischen verschiedenen Abwehrformationen und Rotationen durfte auch Harriet Belobi Nawezhi ihre ersten Einsatzminuten nach ihrer Verletzung sammeln und trug sich mit zwei Punkten auf dem Spielberichtsbogen ein.

Obwohl Keltern aber so viel experimentierte – unter anderem spielten Emmanuella Mayombo und Jasmine Thomas als Backup für die verletzte Mingo auf der Point-Guard-Position –, gewann es jedes Viertel. „Wir hatten zum Ende der Woche hin zum Teil schwierige Trainings“, erklärte Hergenröther. „Am Samstagabend und Sonntagvormittag haben wir uns aber darauf besinnt, was wir tun wollen und haben unseren Game-Plan auch wirklich gut umgesetzt.“

Zur Belohnung gibt’s für die Sterne in dieser Woche ein Training ohne Basketball – dafür aber mit Abendessen. „Wenn man mit 50 Punkten in Liga eins gewinnt und das trotz des Halbzeitvorsprungs so durchzieht, denke ich, hat sich die Mannschaft das verdient“, so Hergenröther.

Rutronik Stars Keltern: Pokk 18, Vaughn 17, Pavic 13, Mandic 12, Kiss-Rusk 9, Mayombo 9, Pulk 8, Thomas 8, Deura 7, Belobi Nawezhi 2, Mingo 2.

nach oben Zurück zum Seitenanfang