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Zweitligist mischt ganz oben mit

Patzer nur am Anfang und Ende: Baden Volleys gehen mit starker Hinrunden-Bilanz in die Pause

Das überraschend deutlich 0:3 in Hammelburg war die letzte Partie in diesem Jahr für die Baden Volleys. Der Karlsruher Volleyball-Zweitligist zieht ungeachtet dessen eine positive Zwischenbilanz.

Hatten in der Hinrunde viel Grund zum Jubeln: Die Karlsruher Zweitliga-Volleyballer der Baden Volleys mischen wieder ganz oben mit. Foto: Helge Prang GES/Helge Prang

Auf diese Klammer hätten sie bei den Baden Volleys SSC Karlsruhe gerne verzichtet: verpatzter Auftakt, misslungener Abschluss.

Die Hinrunde endete für den Karlsruher Volleyball-Zweitligisten am vergangenen Wochenende in Hammelburg wie sie Mitte September gegen Leipzig angefangen hatte – mit einer in dieser Klarheit unerwarteten 0:3-Niederlage.

Das war einfach ein schlechtes Spiel von uns
Antonio Bonelli, Volleys-Cheftrainer

„Das war einfach ein schlechtes Spiel von uns“, sagt Coach Antonio Bonelli mit Blick auf das glatt verloren gegangene Top-Spiel bei Verfolger TV/DJK Hammelburg, das auch die letzte Partie eines speziellen Jahres war.

An der ansonsten rundum positiven Halbzeitbilanz der Karlsruher ändert das wenig, auch wenn die Volleys Platz eins verloren haben und somit nicht als Tabellenführer in die Feiertage gehen können. Als „Weihnachtsmeister“ darf sich die ungeschlagene Truppe des TSV Mimmenhausen fühlen - am Montag hatte die Liga aufgrund des großen Lockdowns die Saison ja bis 10. Januar unterbrochen. Das erste Rückrundenspiel der Volleys in Leipzig, das für den 19. Dezember geplant war, findet wie alle übrigen Partien dieses Spieltags nicht mehr statt.

Vorgezogene Pause kommt vielleicht gerade recht

„Völlig richtig, dass die Volleyballer da mitziehen“, sagt Bonelli zu der Liga-Entscheidung. Und vielleicht komme die Pause für sein Team nach den 13 absolvierten Partien auch gerade recht. In denen kassierte die Mannschaft um den fast immer überzeugend bis überragend auftretenden Kapitän Jens Sandmeier zwischen den missglücktem Anfang und Ende nur eine weitere Vorrunden-Niederlage. Mit 2:3 fiel die beim TSV Mimmenhausen im Tie Break so knapp wie unglücklich aus.

Nach dem Holper-Start gegen Leipzig fanden die Volleys jedenfalls schnell und immer besser in die Spur. Spielerisch und taktisch zeigte sich der Vorjahres-Vizemeister dabei noch einmal verbessert. Das belegten nicht nur Aufritte wie in Mimmenhausen, sondern vor allem der Auswärtssieg beim TSV Grafing, souveräne Auftritte gegen die schwächeren Teams und Heimvorstellungen wie jüngst gegen Gotha, als die Volleys ihre Gäste gnadenlos aus der Halle schmetterten.

29 Punkte, zehn Siege - so lautet die Zwischenbilanz

„Wir sind noch konstanter in unseren Leistungen“, urteilt Bonelli, der seinen Spielern eine insgesamt „super Hinrunde“ attestiert. 29 Punkte stehen zu Buche, wobei das Nachholspiel gegen Delitzsch noch aussteht. „Und das in einer stärkeren Liga, in der es ein breiteres oberes Drittel gibt“, betont Bonelli. „Darauf lässt ich aufbauen“, sagt er mit Blick auf das neue Jahr, in dem es nach dem Liga-Beschluss am 16./17. Januar und damit eine Woche später als geplant weitergehen soll. „Dann wollen wir die Vorrunde bestätigen, auch was die Punkte angeht.“

Außer der erfreulichen sportlichen Lage ist Teammanager Alexander Burchartz vor allem froh, „dass alle im Team und drum herum gesund geblieben sind und wir bislang keinen positiven Corona-Fall hatten“. Das sei „das Wichtigste“, betonte Burchartz, und spreche auch für das Hygienekonzept. Schon früh hatten die Volleyballer angefangen, Spieler und Betreuer am Spieltag per Schnelltest auf das Virus zu testen. Zudem kommen sich Heim- und Auswärtsmannschaften außer am Netz nicht zu nahe.

Livestream wird stark angenommen

Für Burchartz und sein Team bedeuten die besonderen Umstände mehr Arbeit in der Organisation, für die Volleys insgesamt Einnahme-Einbußen. Seit November dürfen keine Fans mehr in die Halle, davor waren es zweimal 70 Zuschauer. Über die Spitzensporthilfe des Bundes werden 80 Prozent der Ticketeinnahmen erstattet, Vergleichswert ist die Hinrunde der Vorsaison. „Aber es fehlen ja auch die Einnahmen durch den Verkauf von Getränken und Essen“, merkt Burchartz an. Zudem habe der Club vor dieser Saison aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Lage keine weiteren Partner gewinnen können.

Hinzu kommen zusätzliche Kosten für die Livestream-Technik, die die Volleys gleichwohl noch ausbauen wollen. Über den VBL-Partner Sportdeutschland TV streamen die Karlsruher jedes Heimspiel. „Damit wollen wir den Kontakt zu unseren Fans, Partnern und Sponsoren halten“, betont Burchartz. Das scheint gut zu funktionieren: Man verzeichne bei den Spielen bis zu 1.000 Zugriffe und damit mehr, als in die OHG-Sporthalle passen.

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