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Heimerfolg mit 97:70

PSK Lions mit viel Energie beim Premierenerfolg in der Lina-Radke-Halle gegen Kirchheim

Erstes Heimspiel in neuer Halle und die Rückkehr der Zuschauer. Für die Basketballer der PS Karlsruhe Lions war die Partie gegen Kirchheim in mehrfacher Hinsicht besonders. Ein Duo spielte sich dabei in den Mittelpunkt.

Lions-Shooting-Guard Ferdinand Zylka (rechts), hier im Duell mit Kirchheims Aleksa Bulajic. Foto: Markus Gilliar/GES

23 Sekunden sind gespielt gewesen, da setzte Leo Behrend für die PSK Lions aus der Distanz die erste Duftmarke in der neuen Lina-Radke-Halle.

Nach dem Premierentreffer dauerte es allerdings bis Mitte des zweiten Viertels, bis erstmals so richtig Leben in der frisch bezogenen Löwen-Bude war: Lions-Center Tom Alte erkämpfte mit wilder Entschlossenheit einen Rebound und versenkte den Ball anschließend wuchtig per Dunk.

Es war das 28:36 aus Sicht der gastgebenden Karlsruher – und es war der Moment, mit dem das Spiel in Richtung des badischen Basketball-Zweitligisten kippte. Oder wie es der forsch auftretende Youngster Emil Marshall nach dem 97:70(41:45)-Erfolg der Lions sagte: „Dann lief es bei uns.“

Lions starten gehemmt in die Partie gegen Kirchheim

Nach dem Stau- und Spiel-Debakel der Lions zum Pro-A-Auftakt bei den Giants Leverkusen (71:109) war nach dem verdienten Heimsieg die Erleichterung greifbar im „Karlsrudel“, das so auch eine perfekte Rückkehr der eigenen Fans nach der Corona-Geisterrunde in der Europahalle feierte.

Natürlich habe nach der deutlichen Pleite in Leverkusen ein gewisser Druck auf dem neu zusammengestellten und recht jungen Team gelastet, bemerkte Coach Aleksandar Scepanovic mit Blick auf die ersten zehn Minuten. Seltsam gehemmt war seine Mannschaft in die Partie gestartet, die es Kirchheim in der Anfangsphase vorne wie hinten viel zu einfach machte.

Die Lina-Radke-Halle in Karlsruhe feierte beim Heimsieg der PSK Lions gegen die Kirchheim Knights ihre Veranstaltungs-Premiere. Foto: Markus Gilliar/GES

„Da müssen wir ein bisschen aufpassen. Gegen einen besseren Gegner liegst du sonst schnell mit 20 Punkten oder mehr zurück“, sagte Ferdinand Zylka. Der erstligaerfahrene Shooting-Guard war es, der dann mit Spielmacher Stanley Whittaker mächtig am Schwungrad drehte und erst dafür sorgte, dass die Lions im Spiel blieben und dieses schließlich mit Verve auf ihre Seite zogen.

16 Punkte hatte Zylka schon zur Pause auf seinem Konto, 23 waren es am Ende. „Deshalb bin ich hier, um mehr Verantwortung zu übernehmen“, sagte der 23 Jahre alte Berliner, der für Alba Berlin, den MBC und Gießen zu Bundesliga-Einsätzen kam und in der Pro A Führungsqualitäten zeigen will.

Dann fallen auch bei den anderen die Würfe.
Emil Marshall, Lions-Profi

Als das Lions-Spiel schließlich lief, da nahm sich Zylka in der zweiten Halbzeit durchaus auch zurück – was unter anderem der junge Nils Schmitz für einige starke Aktionen nutzte. „Das hilft natürlich und dann fallen auch bei den anderen die Würfe“, sagte Marshall mit Blick auf das Antriebs-Duo Zylka und Whittaker, der mit 22 Punkten und sechs Assists auftrumpfte.

In deren Schatten stand am Samstag noch der jüngste Neuzugang Matthew Freeman, der bei seinem Debüt engagiert auftrat, dem aber noch die Bindung fehlte. Richtig gut in Schwung kamen die kampfstarken Center Alte und Maurice Pluskota, auch Kaelon Harris setzte Akzente.

Wenn wir mit dieser Energie spielen, können wir gegen jeden Gegner bestehen.

Nach dem Auftakt zum Vergessen in Leverkusen deuteten die Lions jedenfalls ihr Potenzial an. „Wenn wir mit dieser Energie spielen, können wir gegen jeden Gegner bestehen“, urteilte Scepanovic. Der kroatische Headcoach betonte, dass es dabei auf die Konstanz ankommt – vor allem in der Abwehr: „Wir können mal einen schlechten Tag in der Offensive haben, aber nie in der Defensive.“

Ferdinand Zylka weiß, dass es noch ein „langer Weg“ wird. Der Heimauftakt aber war schon mal „richtig schön“, strahlte der 1,91-Meter-Mann. Nicht nur er fand es „voll cool“, endlich wieder vor Fans spielen zu können: Zu Hause hilft das schon und es hat generell gefehlt, es macht einfach viel mehr Spaß.“

Premiere in der Lina-Radke-Halle „richtig geil“

Teamkollege Marshall fand die Premiere in der Lina-Radke-Halle „richtig geil“, was bis auf die lautstarke Gruppe aus Kirchheim auch für die 600 Zuschauer zutraf. 1.500 können maximal rein in die funktional-moderne Halle, die dann durchaus Hexenkessel-Potenzial hat und zumindest sprachlich im 21. Jahrhundert zu Hause ist – das an den „Snack-Points“ jedoch nur Barzahlung möglich ist, verwundert schon.

Die kleineren technischen Probleme waren nach dem letztlich überzeugenden Auftritt der Lions auf dem Parkett auch schnell vergessen. Wobei die Lions-Verantwortlichen sicher nichts dagegen hätten, wenn die falsch angezeigte Liste auf der Anzeigetafel der Wirklichkeit entspräche: Dort nämlich wurden Whittaker und Zylka jeweils gleich dreimal aufgeführt.

PSK Lions: Zylka 23 Punkte/3 Dreier, Whittaker 22/1, Schmitz 11/2, Harris 9/3, Alte 8, Pluskota 7, Marshall 7/1, Behrend 6/1, Freeman 4.

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