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Überraschung zum Jahresende

PSK Lions machen fette Beute: Favorisierte Eisbären unterliegen in Karlsruhe

Nach den jüngsten Tiefschlägen melden sich die PSK Lions mit einer eindrucksvollen Vorstellung zurück und schlagen den Tabellenzweiten Eisbären Bremerhaven.

Mit viel Energie: Kavin John Gilder-Tilbury (linsk) im Zweikampf mit Eisbär Marvin Heckel. Nach drei Niederlagen in Serie gelang den Lions gegen Bremerhaven eine Überraschung. Foto: Helge Prang/GES

Der Coup der gegen den Abstieg kämpfenden PSK Lions über den damaligen Tabellenführer ist eine faustdicke Überraschung gewesen. Mit 86:83 bezwang der Karlsruher Basketball-Zweitligist am 6. März die Eisbären Bremerhaven - es war das letzte Heimspiel vor dem durch Corona verursachten Saison-Abbruch.

Lions senden wichtiges Lebenszeichen

Im letzten Pflichtspiel dieses Jahres nun gastierten die Eisbären, diesmal als Tabellenzweiter, wieder in der Karlsruher Europahalle – und erneut kassierte Coach Michael Mai an alter Wirkungsstätte eine Pleite. Mit 89:88 (42:40) gewannen am Sonntagabend stark auftrumpfende Karlsruher gegen müde wirkende Bremerhavener.

Wir sind als Team zusammengestanden.
Kavin Gilder-Tilbury / Lions-Profi

Die von Samuel DeVoe und Drazan Salavarda trainierten Lions sendeten damit nach zuletzt drei Niederlagen ein beeindruckendes Lebenszeichen. „Das war sehr wichtig für uns“, sagte Kavin Gilder-Tilbury, dem der vorentscheidende Tip-in zum 87:80 gelungen war. Schlüssel zum überraschenden Lions-Erfolg war ein willensstark auftretendes Kollektiv. „Wir sind als Team zusammengestanden“, urteilte Gilder-Tilbury.

Die Lions hatten zuletzt vor allem beim desolaten Auftritt in Trier und direkt vor Weihnachten mit einer schwachen zweiten Hälfte gegen Tübingen enttäuscht. Für Bremerhaven war es im achten Spiel erst die zweite Niederlage.

Karlsruher von Beginn an bissig und konzentriert

Gegen den Favoriten aus dem Norden waren die Hausherren vom Start weg hellwach, agierten von Beginn an konzentriert und mit Biss. Beispielhaft dafür war auch die Aktion von Emil Marshall, als der junge Löwen-Profi Mitte des ersten Viertels seinen Kontrahenten an der Bremerhavener Grundlinie zum Ballverlust zwang.

In dieser Phase setzten die Lions den Gast zudem mit einem 6:0-Lauf unter Druck. Die erste Pausenführung resultierte dann ebenfalls aus einer Willensleistung: Gilder-Tilbury gelang in letzter Sekunde und aus großer Bedrängnis heraus das 20:19.

Hart arbeitendes Löwen-Kollektiv

Auch in den zweiten zehn Minuten trat das heimische Rudel weiter als hart arbeitendes Team auf. Dirigiert vom diesmal wieder deutlich präsenter agierenden Spielmacher Gregory Foster hielten die Karlsruher den Druck hoch und wahrten zunächst auch ihren Vorsprung.

Als wertvoller Turm in der Schlacht erwies sich dabei Adam Pechacek, der die Lions mit seinen Punkten im Spiel hielt, als das zu kippen drohte. Als die kurz wackelnde Lions-Statik wieder stabiler war, setzte Center Maurice Pluskota wichtige Nadelstiche in einer intensiven Partie, in der die Gastgeber dank eines starken Sololaufs von Foster mit einer knappen Führung in die Kabine gingen (42:40).

Auch in der zweiten Halbzeit bleibt der PSK am Drücker

„Die Mannschaft lebt“, registrierte PSK-Abteilungsleiter Danijel Ljubic in der Halbzeitpause angesichts der jüngsten Tiefschläge zufrieden. Und die Karlsruher blieben auch nach Wiederbeginn am Drücker: Antonio Pilipovic aus der Distanz, Pluskota nach starkem Foster-Zuspiel übers halbe Feld und erneut Pilipovic für zwei – die Eisbären waren gleich wieder gefordert.

Auf der anderen Seite stemmten sich die Lions mit einer Energie in die Verteidigungsarbeit, die die Gäste zunehmend verzweifeln ließen. Auf plus zwölf wuchs der Vorsprung zwischenzeitlich - zehn Zähler waren es zur letzten Pause.

Am Ende wird es noch mal eng und spannend

Das Momentum war zum Start des Schlussviertels auf Seiten der Lions, die angetrieben von Foster nicht nachließen. Mitte des Abschnitts lagen die Badener sogar mit 15 Punkten vorne. Unnötige Ballverluste brachten die Norddeutschen in der Folge jedoch wieder heran: Der Vorsprung schmolz so rasant, wie die Nervosität im Löwenrudel wuchs. Doch als die Eisbären zum 80:80 ausgeglichen hatten, schlugen die Hausherren noch mal final zurück.

Für die PSK-Korbjäger steht nun gleich der nächste ganz dicke Brocken auf dem Programm: Zum Start ins neue Jahr gastieren die Badener am Sonntag (16 Uhr) beim von Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann trainierten Spitzenreiter Rostock Seawolves.

PSK Lions: Pechacek 20 Punkte/1 Dreier, Pluskota 17, Norl 14/2, Foster 13, Gilder-Tilbury 12, Pilipovic 9/1, Marshall 4.

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