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Geglückte Generalprobe fürs Pokal-Halbfinale

Tischtennis-Krimi mit Happy End für den ASV Grünwettersbach

Tischtennis-Bundesligist ASV Grünwettersbach ist mit einem 3:2-Sieg ins Jahr 2021 gestartet. Gegen den TTC Bergneustadt gewannen Dang Qiu/Tobias Rasmussen das entscheidende Doppel.

Matchwinner: Tobias Rasmussen (links) und Dang Qiu vom ASV Grünwettersbach gewannen gegen den TTC Bergneustadt das entscheidende Doppel. Foto: Michael Oexner

Mit einem Tischtennis-Krimi samt Happy End hat das neue Jahr für den Bundesligisten ASV Grünwettersbach begonnen. Eine Woche vor dem Final Four im Pokal hat der Titelverteidiger zum zweiten Mal in dieser Saison einen über fünf Spiele gehenden Punktekampf für sich entschieden und sich Selbstvertrauen geholt für das Halbfinale am kommenden Samstag gegen Borussia Düsseldorf.

Nach einem 0:2-Satzrückstand und der Abwehr von insgesamt sechs Matchbällen gewannen Dang Qiu und Tobias Rasmussen das entscheidende Doppel gegen Alvaro Robles/Stefan Fegerl und damit der ASV mit 3:2 gegen den TTC Bergneustadt. Das Hinspiel hatten die Karlsruher, die mit 12:12-Punkten auf Tabellenplatz sieben vorrückten, mit 2:3 verloren.

Als Gäste-Doppelspieler Fegerl eine Vorhand über die Tischplatte zum 11:9-Endstand zugunsten des ASV im fünften Satz hinaus löffelte, hätte der Aufschrei der Begeisterung nicht größer sein können, wenn statt der 30 Personen im Tischtenniszentrum 500 Zuschauer mitgefiebert hätten. Wegen Corona waren keine Besucher zugelassen.

Qiu/Rasmussen konnten also nicht auf die Energie der Fans bauen, sie mussten sich selbst aus dem Loch heraus kämpfen, in das sie schon zum wiederholten Male in dieser Saison gerutscht waren. Beim Stand von 1:2 nach Sätzen lag das ASV-Duo in Durchgang vier gegen das Weltklasse-Doppel des Tabellendritten bereits mit 5:10 zurück.

„Da war der Glaube nicht mehr sehr groß, dass wir das Spiel noch drehen können“, gab Qiu zu. Doch der deutsche Nationalspieler und sein dänischer Partner wehrten diese fünf Matchbälle ebenso ab wie einen weiteren sechsten, gewannen den vierten Satz mit 14:12 und schließlich auch noch den fünften.

„Ich bin tierisch stolz auf die Jungs“, sagte Manager Martin Werner. Er meinte damit nicht nur Qiu und Rasmussen, sondern auch Deni Kozul. Der 22 Jahre alte Slowene hatte mit seinem 3:2-Sieg gegen Benedikt Duda zum 1:1 ausgeglichen, nachdem Wang Xi zwei Tage nach seinem 37. Geburtstag im Auftaktmatch gegen Robles glatt mit 0:3 verloren hatte und im Spitzeneinzel Duda mit 1:3 unterlag. Den zweiten Einzel-Sieg steuerte Dang Qiu bei, der sich mit 3:2 gegen Fegerl durchsetzte.

Der Erfolg Kozuls gegen Duda ist um so höher zu bewerten, als er über die Feiertage schwer erkältet gewesen war und vier Kilo abgenommen hatte. „Ich habe um jeden Punkt gekämpft und hatte am Ende auch etwas das Glück auf meiner Seite. Aber viel wichtiger war das Doppel. Sie haben eine unglaubliche Mentalität gezeigt.

Dieser Sieg war die beste Motivation für das Final Four“, sagte Kozul, der mit dem ASV in einer Woche erneut auf Bergneustadt treffen könnte - im Pokal-Finale. Dann müsste der ASV im Halbfinale Düsseldorf schlagen und Bergneustadt in der Vorschlussrunde den TTC Ochsenhausen.

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