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Komplette Ausstattung an Bord

Der mobile Impf-Rettungswagen des DRK Karlsruhe kommt auf Bestellung

108 Impfdosen hat die Karlsruher Firma Carl Roth zusammen mit dem Impf-RTW bei einer mobilen Impfaktion an Mitarbeiter und deren Angehörige gebracht. Der Ablauf ist vergleichbar mit der Impfung im Impfzentrum. So funktioniert die Corona-Impfung im mobilen Impf-RTW:

Mobiles Impfteam: Das DRK, hier unterstützt vom Betriebsarzt Günter Bauer, kommt vor Ort zum Impfen zur Firma Carl Roth. Foto: Klaus Müller

Das ist eine praktische Sache: für etwa eine halbe Stunde die Arbeit oder sonst irgendeine Tätigkeit unterbrechen, um sich gegen Corona impfen zu lassen. Nervige und mitunter zeitaufwendige Terminanfragen entfallen komplett. Der Piks in den Oberarm erfolgt in fast schon vertrauter Umgebung.

Möglich macht dies ein weiteres Impfangebot im Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Zum Einsatz kommt dabei ein mobiler „Impf-RTW“ des DRK Kreisverbandes Karlsruhe. RTW steht für Rettungswagen.

Fahrzeug und DRK-Begleitpersonal kommen auf Anfrage vor Ort. Geimpft werden kann im RTW selbst oder in dafür bereitgestellten Räumlichkeiten. Viel Platz bot unlängst eine mobile Impfaktion in der Karlsruher Firma Carl Roth. „In so einem Fall können wir darauf verzichten, im RTW zu impfen“, berichtet Lisa Gruber, Geschäftsstellenleiterin der Hilfs- und Rettungsorganisation.

Ansonsten, wie unlängst bei einer ähnlichen Impfaktion in der Bruchsaler Tafel, bauen die Helfer Pavillons auf, unter deren Dächern das Impfprozedere erfolgt.

Impfstoff kommt aus der Apotheke

Der Kontakt zwischen dem Deutschem Roten Kreuz und dem Karlsruher Unternehmen für Laborbedarf kam laut Roth-Geschäftsführer André Houdelet über persönliche Kontakte zustande. Schnell fanden sich zwei Termine für die Erstimpfung. Die Termine für die Zweitimpfungen stehen schon fest.

Rund 300 Menschen arbeiten in der Carl Roth GmbH. „Da etliche unserer Mitarbeiter schon geimpft sind, haben wir erst einmal 120 Impfdosen geordert“, berichtet Houdelet. Am Ende wurden 108 geliefert. Um die Bestellung der Impfdosen kümmerte sich Betriebsarzt Günter Bauer. Bestellt wird in diesem Fall bei einer Apotheke. Verfügt der Betrieb oder die Einrichtung über keinen Betriebsarzt, erfolge die Bestellung über das Landratsamt, klärt Gruber auf.

Ablauf im Impfzentrum und beim Impf-RTW derselbe

Das mobile Impfteam des DRK bringt zum Vor-Ort-Termin dann die notwendige Hardware und Software mit. Wie bei einem Impftermin in einem der fest eingerichteten Impfzentren ist dieses Equipment unter anderem für die Erfassung der Daten notwendig. Einmal abgesehen von den Örtlichkeiten, unterscheidet sich das Impfprozedere nicht von den Anforderungen, die in einem Impfzentrum gelten.

Nach der Anmeldung und der Datenerfassung geht es zum beratenden Arzt. Diese Funktion, so Gruber, dürfe tatsächlich nur ein Arzt übernehmen. Dort können Fragen zur Impfung im Allgemeinen und Speziellen gestellt werden. Danach folgt der eigentliche Piks.

Ein tolles Angebot von unserem Arbeitgeber.
Mitarbeiter, Carl Roth

Die anschließende Wartezeit von 15 Minuten muss ebenfalls sein. Für den Fall, dass es in diesem Zeitraum zu Komplikationen kommen könnte, steht ein Rettungssanitäter des DRK bereit.

Angebot auch für Angehörige von Mitarbeiterin

„Das lief alles glatt ab“, kommentiert unmittelbar nach dem Piks Nicola Nielsen. Für sie sei das Angebot, sich im Betrieb impfen lassen zu können, das „Zünglein an der Waage“ gewesen, sich dann auch tatsächlich impfen zu lassen. „Da spart man sich viel Zeit und Aufwand“, freut sich ebenso ein Kollege von Nielsen. „Ein tolles Angebot von unserem Arbeitgeber“, tönt es derweil aus der Warteschlange, die sich durch die Lagerhallen des Betriebes schlängelt.

Immerhin muss niemand in der prallen Sonne auf seine Impfung warten.

Auch Angehörige von Mitarbeitern konnten vom mobilen Angebot profitieren – wie beispielsweise Noah und Cara, deren Vater bei Carl Roth arbeitet. Für sie waren übriggebliebene Impfdosen vorgesehen. Einen durchaus moderaten dreistelligen Betrag berechnet das DRK zur Kostendeckung für einen mobilen Impfeinsatz, so Gruber. Wer Interesse daran hat, kann sich mit der Geschäftsstelle in Verbindung setzen.

Kontakt zum Impf-RTW

DRK Kreisverband Karlsruhe (0 72 51) 922-0.

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