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Abgeordnete besucht Appsphere AG

Ettlinger Unternehmen will Land bei digitalen Lernplattformen unterstützen

Zur Verbesserung des Homeschoolings bietet die Ettlinger Appsphere AG eine Moderation zur Stabilisierung neuer digitaler Unterrichtsformaten dem Kultusministerium an. Die Ettlinger Abgeordnete Barbara Saebel will an das Kultusministerium in der Sache schreiben.

Verbesserung von Homeschooling: MdL Barbara Saebel diskutierte mit Stephen Kunstmann und Frank Roth, beide AppSphere AG, (von links) über das Angebot, digitalen Unterricht für das Land zu moderieren. Foto: Thun

„Wichtig ist es, Kindern und Jugendlichen die bestmögliche Ausbildung bereitzustellen“, sagt Frank Roth, geschäftsführender Vorstand der Ettlinger Appsphere AG. Das Unternehmen besuchte am Montag die Grünen-Landtagsabgeordnete Barbara Saebel, um sich mit dem IT-Dienstleister über das Thema „Homeschooling“ auszutauschen.

Dabei ging es nicht nur um Verbesserungsmöglichkeiten des digitalen Unterrichts während der Corona-Pandemie, sondern auch um eine langfristige Strategie. Wie kann man den Bildungsstandort Baden-Württemberg durch Internettechnologien auf Spitzenniveau hieven?

Appsphere könne mit seiner Kompetenz eine technologieunabhängige Moderation für das Land anbieten, sagte Frank Roth beim Besuch der Ettlinger Abgeordneten. Es gelte in der Fläche, an Gymnasien, Realschulen, Werkrealschulen, Grundschulen und anderen Schulen, zukunftsweisenden digitalen Unterricht mit stabilen Plattformen zu ermöglichen.

Strategie für neue pädagogische Formate

Stephen Kunstmann von Appsphere, der sich schon vor der Corona-Krise als Elternbeirat an Schulen in Achern ehrenamtlich für eine Verbesserung des digitalen Unterrichts einsetzte, glaubt praktische Ideen zu haben, wie kurzfristig der digitale Unterricht - dort, wo es noch hakt - zu verbessern ist. Mit einer guten Moderation könne man binnen fünf Jahren an allen Schulen einen modernen Unterricht unter Berücksichtigung von Videokonferenzen und den für das Digitale wichtigen neuen pädagogischen Formaten umsetzen.

Barbara Saebel formulierte dabei das Ziel, dass alle Schulen nicht nur gut mit digitalen Geräten ausgestattet sind, sondern auch die digitale Kompetenz der Lehrer verbessert wird und diese wie auch die Schüler von IT-Administratoren gut unterstützt werden.

Argumente der Vergangenheit

„Es darf einfach nicht mehr allzu häufig passieren, dass digitale Plattformen zusammenbrechen, weil wie am 11. Januar geschehen gleichzeitig Zehntausende Schüler darauf zugreifen“, so Frank Roth. In Deutschland seien die erforderlichen Technologien zur Genüge vorhanden.

Aber es sei ein Fehler gewesen, in den Corona-Pandemie-Zeiten wegen vorgeblicher Datenschutzargumente nicht auf diese zurückzugreifen. Die Anbieter von solchen Serverleistungen oder Anwendungen beispielsweise aus Übersee hätten längst gelernt, die Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Hier sei oft eine Diskussion geführt worden, die auf Argumenten der Vergangenheit aufbaue. „Wir dürfen nicht länger zuschauen, wie aktuelle Plattformen die Masse an Anwendungen, die Schüler beim täglichen Unterricht aufrufen müssen, nicht überall bewältigen können.“

Saebel schreibt an Kultusministerium

Appsphere sei in der Lage, die unterschiedlichen Aspekte von Homeschooling und die unterschiedlichen Interessen von Kultuspolitik, Kommunen, Lehrern, Eltern und Schülern zur Verbesserung der Bildungslandschaft mit zu moderieren. Barbara Saebel versprach, in dieser Angelegenheit aktiv zu werden und die konkreten Vorschläge des Unternehmens dem Kultusministerium schriftlich zu unterbreiten.

Einig war man sich am Ende des Gesprächs, dass in Baden-Württemberg beispielhaft ein Landkreis herausgegriffen werden sollte, ob eine solche Moderation zur entscheidenden Verbesserung des digitalen Unterrichts an allen dortigen Schulen verbunden mit einer guten IT-Administration beiträgt. Stephen Kunstmann: „Gerade an den kleinen Schulen und Grundschulen werden die Schulleiter, wenn es um die Anwendungsmöglichkeiten digitalen Unterrichts geht, im Regen stehen gelassen.“

Frank Roth streicht abschließend heraus, dass es beim Ansatz des Appshere-Moderationsangebots nicht um die Frage der Werkzeuge wie Moodle, Microsoft Teams oder Zoom verbunden mit Datenschutzdiskussionen gehe, sondern ausschließlich um optimale Bildungsmöglichkeiten für Schüler auch jenseits der Pandemie-Zeit.

Etablierung von Hybrid-Unterricht

Hybrid-Formen zwischen digitalen Lernformaten und Präsenzunterricht sollten bald etabliert sein. Saebel: „Wir sollten aus der Corona-Krise die Lehre ziehen, dass wir für ähnliche Ereignisse künftig gewappnet sind.“

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