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App für Sehbehinderte

Nach „Die Höhle der Löwen“: Investorensuche beim Ettlinger Start-up Routago geht weiter

Das Ettlinger Unternehmen Routago hat eine Smartphone-App entwickelt, die Blinden und Sehbehinderten die Bewegung im öffentlichen Raum erleichtert. In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ konnten sie damit aber keinen Investor überzeugen.

Gerd Güldenpfennig (links) und Stefan Siebert von der Firma Routago aus Ettlingen in der „Höhle der Löwen“. Foto: Bernd-Michael Maurer/TVNOW

Am Ende hat es nicht gereicht: Die Firma Routago aus Ettlingen hat im Staffelfinale der Sendung „Die Höhle der Löwen“ am 7. Juni keinen Deal mit einem Investoren abschließen können. Mit seiner App zur Fußgängernavigation für Blinde und Sehbehinderte konnte das junge Start-up keinen der anwesenden Unternehmer für sich gewinnen.

Bei der Sendung haben Gründer und junge Firmen die Möglichkeit, Kapital für ihre Geschäftsidee gegen Firmenanteile zu erhalten. Routago war mit einem Angebot von 600.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile ins Rennen gegangen. Als Investoren hatte das Start-up den deutschen Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer ins Auge gefasst.

Außer Maschmeyer saßen in der „Höhle der Löwen“ als mögliche Investoren der Medienunternehmer Georg Kofler, der Handelsmogul Ralf Dümmel, die Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl und der Ex-Rennfahrer und Green-Tech-Investor Nico Rosberg.

Drei weitere Start-ups warben um die Gunst der Löwen

Neben Routago warben im Staffelfinale der Sendung, das auch im Streamingportal TV Now abgerufen werden kann, drei weitere Start-ups um Unterstützung durch Investoren.

Mary‘s Coconut Coffee präsentierte veganen Bio-Eiskaffee im Tetra Pak, FitOaty eine Frucht-Hafermahlzeit aus dem Kühlregal im To-Go-Becher aus recyceltem Kunststoff und miss.pinny eine Küchenschürze aus recyceltem PET.

Natürlich ist man zunächst schon enttäuscht.
Gerd Güldenpfennig, Geschäftsführer Routago

Konsum-Artikel wie diese hätten es in der Sendung meist leichter, erklärt sich Routago-Gründer Gerd Güldenpfennig, warum andere den Zuschlag von Investoren erhalten haben und nicht seine App-Idee. „Natürlich ist man zunächst schon enttäuscht“, kommentierte der 56-Jährige den Ausgang des Finales. Er nehme aber viel aus der Sendung mit. „Wir haben gutes Feedback bekommen.“

Routago will zukünftig Nutzer aus der ganzen Welt gewinnen

Jetzt sucht das Start-up weiter nach Investoren, um vor allem das Marketing für sein Produkt zu verstärken. Langfristig will es die App auch weltweit bekannt machen. Bisher ist sie nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar.

1.500 Downloads gab es bislang nach Angaben von Gerd Güldenpfennig. Dafür dass man erst seit Februar 2020 am Markt sei und bislang so gut wie nichts ins Marketing investiert habe, sei das eine gute Bilanz.

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