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Rechtsanwalt will Rathauschef werden

Bürgermeisterwahl in Malsch: Wolfgang Scharer tritt gegen Elmar Himmel an

Konkurrenz für Elmar Himmel: Mit Beginn der Bewerbungsfrist ist klar, dass der Amtsinhaber zumindest einen Herausforderer für die Wahl am 13. Juni bekommt.

Jurist will ins Rathaus: Wolfgang Scharer ist einer der Herausforderer von Elmar Himmel für die Bürgermeisterwahl. Foto: Wolfgang Scharer

Elmar Himmel (SPD), Rathauschef in Malsch, bekommt für die Bürgermeisterwahl am 13. Juni Konkurrenz: Der gebürtige Malscher Wolfgang Scharer tritt gegen ihn an. „Ich bin der festen Überzeugung, dass sich Malsch in den kommenden Jahren besser, freundlicher und bürgernäher entwickeln kann als in der Vergangenheit“, erklärte der Volljurist anlässlich der Bekanntgabe seiner Bewerbung am Freitag.

Die Bewerbungsfrist für die Wahl läuft. „Ich bin von ganzem Herzen Mälscher. Deshalb ist es mir wichtig, dass unsere Gemeinde erfolgreich in die Zukunft geführt wird. Wir haben großartige Potenziale. Malsch bleibt aber hinter seinen Chancen und Möglichkeiten zurück. Das will ich zusammen mit Ihnen ändern“, so der 45-jähriger zweifache Familienvater.

Scharer ist Rechtsanwalt und Mediator, geboren und aufgewachsen in Malsch und lebt mit seiner Familie im Ort. Er engagiert sich als Pfarrgemeinderat in der Seelsorgeeinheit Malsch.

Eine Rathausverwaltung hat die Aufgabe, die Menschen zu unterstützen.
Wolfgang Scharer, Bürgermeisterkandidat Malsch.

Seine Erfahrungen, die er als Familienvater mit der Gemeindeverwaltung gemacht hat, motivieren Wolfgang Scharer zu seiner Kandidatur: „Als Vater zweier Töchter will ich, dass Malsch Perspektiven bietet für künftige Generationen, dass wir attraktive und sichere Arbeitsplätze haben und dass wir unsere Gemeinde gemeinsam so gestalten, dass wir alle gerne hier leben. Bürokratie darf das Leben der Menschen nicht künstlich erschweren. Eine Rathausverwaltung hat die Aufgabe, die Menschen zu unterstützen.“ ´

Mehr Miteinander und Füreinander das Ziel

Gerade hier sieht Scharer erheblichen Verbesserungsbedarf. „Seit ich mit meiner Familie zurück in meine Heimat Malsch gekommen bin, habe ich den Wunsch und die Vorstellung, dass wir unsere Gemeinde miteinander familienfreundlich, attraktiv, lebendig und wirtschaftsstark in die nächsten Jahre führen.“

Man brauche in Malsch vor allem mehr Bürgerdialog und mehr Gestaltungskraft im Rathaus. Der Bürgermeisterkandidat betonte, dass man mehr „Miteinander und Füreinander“ brauche - für solides und verantwortliches Wirtschaften und für transparente und umsichtige Weichenstellungen für die Zukunft .

Himmel strebt dritte Amtszeit an

Der derzeitige Bürgermeister von Malsch, Elmar Himmel, bewirbt sich für eine dritte Amtszeit. Seine neuerliche Kandidatur hatte er vor einigen Wochen im Gemeinderat bekannt gegeben.

Obwohl die letzten Monate sehr anstrengend waren, macht es mir Freude und Spaß als Bürgermeister mit Ihnen im Gemeinderat zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger von Malsch zusammenzuarbeiten“, hatte er erklärt.

2005 war der Diplomverwaltungswirt und Volljurist aus der Ortenau zum Nachfolger des zwischenzeitlich gestorbenen Dieter Süss (ebenfalls SPD) gewählt worden, und zwar im ersten Wahlgang. Süss war 23 Jahre lang Bürgermeister gewesen. Bei Himmels Wiederwahl im Juni 2013 lief‘s dann weniger glatt: Da wurde die Bürgermeisterwahl, die denkbar knapp zugunsten Himmels ausgegangen war, vom Verwaltungsgericht Karlsruhe für ungültig erklärt.

In Sulzbach wurde gegen das Wahlgeheimnis verstoßen

Im Ortsteil Sulzbach sei gegen das Wahlgeheimnis verstoßen worden, denn es habe dort die Möglichkeit bestanden, die Wahlhandlung zu beobachten. Als Wahlzelle hatte ein nur durch den Wahlraum zugänglicher Nebenraum gedient, was nach Kommunalwahlordnung zwar zulässig sei, er sei aber nicht ausreichend gegen Blicke gesichert gewesen.

Infolge dessen gab es kurz vor Weihnachten 2013 eine Wiederholungswahl. Himmel setzte sich dabei mit 57 Prozent der Stimmen durch, sein CDU-Herausforderer Gerhard Schmidt kam auf knapp 42 Prozent. Schmidt hat sich zwischenzeitlich aus dem Malscher Gemeinderat zurückgezogen.

Als weiterer Herausforderer von Himmel wird Markus Bechler gehandelt, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Gemeinderat. Bei den Vereinen ist er gut vernetzt, engagiert sich ehrenamtlich für den Erhalt der Alten Schmiede. „Ich wurde schon von mehreren gefragt, ob ich antreten will“, sagt der Vater von zwei erwachsenen Kindern, „aber ich habe mich noch nicht entschieden.“

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