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Weltweites Projekt

Waldbronner Extremläufer Norman Bücher über Stimmen der Jugendlichen: „Das Lockere wurde ernsthaft“

Kinder und Jugendliche aus aller Welt sagen dem Waldbronner Extremläufer Norman Bücher, was sie über ihre Zukunft denken. Derzeit kann er nur Stimmen aus der Region einholen – und die sind von einem Thema geprägt.

Tour unterbrochen: Der Waldbronner Extremläufer Norman Bücher möchte sein Weltprojekt fortsetzen, sobald es die Corona-Lage zulässt. Foto: Foto Fabryinfo@foto-fabry.de

Extreme kann Waldbronn nicht bieten. Norman Bücher wäre ohnehin gerne schon bald an anderen Orten dieser Welt. Der Extremläufer holt bei seinem Projekt „7 Continents“ Stimmen von Kindern und Jugendlichen weltweit ein.

Tausende Aussagen zu den Themen Angst, Glück oder Zukunft hat Bücher nach über 3.000 Kilometern in 13 Ländern gesammelt – dann kam Corona. Im Interview mit BNN-Redakteur Sebastian Raviol spricht der 44-Jährige, wie er das Projekt nun plant.

Wo wären Sie bei Ihrem Weltlauf heute?
Bücher

Ich wäre im Februar bei meiner ersten Afrika-Etappe. Aber die Frage stellt sich nicht. Ich muss noch meine Asien-Etappe beenden, die 2020 unterbrochen worden ist. Jetzt geht es erst mal anders weiter als gedacht. Mit meinem Team schaue ich, was möglich ist und halte Vorträge in Schulen in der Region.

Haben sich die Antworten der Kinder und Jugendlichen auf Ihre Fragen im Laufe der Pandemie geändert?
Bücher

Die kindliche Freude und Naivität ist so ein bisschen abgeklungen, das hinterlässt Spuren. Das Lockere wurde ernsthaft, manchmal spürt man auch eine Schwere im Raum. Zu Beginn des Projekts 2019 fiel das Wort Corona natürlich noch nicht. Mittlerweile ist aber die Angst vor der eigenen Zukunft eines der Themen, die genannt werden.

Wie geht es mit dem Projekt 2022 weiter?
Bücher

Sportlich steht die zweite Asien-Etappe mit Vietnam, Kambodscha, Thailand und Laos an. Ich hoffe, die Etappe Richtung Sommer laufen zu können. Zusätzlich möchten wir die Schul-Vorträge ausbauen mit 50, 60 Veranstaltungen in diesem Jahr. Wir wollen damit Mut machen für eine lebenswerte Zukunft. Ich habe das Bild von Forrest Gump im Kopf: Einer läuft voraus, viele hinterher. Vielleicht entwickeln manche Schüler ja anschließend Nachhaltigkeitsprojekte. Jeder kann was bewegen.

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