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Corona-Sommer 2021

Gemeinden in der Hardt wappnen sich für Baggersee-Ansturm: Dettenheim setzt auf Sicherheitsdienste

In Linkenheim ist bei 500 belegten Parkplätzen für Besucher mit dem Auto Schluss. Nur Stutensee plant keine Maßnahmen gegen zu viele See-Besucher.

Badegäste am Linkenheimer Baggersee Streitköpfle nutzen das Gewässer im vergangenen Sommer für eine Abkühlung. Foto: Patric Kastner

Mehrere Kommunen in der Region rechnen im Sommer erneut mit einem Ansturm auf die Baggerseen – wie schon 2020. Sie wollen versuchen, aus den Erfahrungen des vergangenen Corona-Sommers zu lernen und mögliche Besucherströme zu kanalisieren.

Die Gemeinden setzen dabei vor allem auf verstärkte Kontrollen, Verkehrsmaßnahmen und Sicherheitsdienste.

Zu den beliebtesten Badeseen im nördlichen Landkreis Karlsruhe zählt der Linkenheimer Baggersee. Steven Höhne, Ordnungsamtsleiter von Linkenheim-Hochstetten, sagt mit Blick auf das vergangene Jahr: „Wir hatten teilweise Rückstaus bis in die Rheinstraße. Auch die Rettungswege waren zeitweilig zugeparkt.“

Weniger Parkplätze am Linkenheimer Baggersee

Um 2021 ähnliche Situationen zu vermeiden, hat der Gemeinderat kürzlich ein Sicherheitskonzept verabschiedet. So geht bei 500 belegten Parkplätzen künftig die Schranke runter, auch wenn offiziell 720 Parkplätze verfügbar sind.

Die kommen sogar aus Bayern, der See ist für seine Wasserqualität überregional bekannt.
Steven Höhne, Ordnungsamtsleiter Linkenheim-Hochstetten

„Wir müssen das einfach begrenzen“, sagt Höhne. Gerade auswärtige Besucher, die zum Teil auch aus Pforzheim kommen, sollen so abgeschreckt werden. Bei Tauchern ist das „Streitköpfle“ in Linkenheim besonders beliebt. „Die kommen sogar aus Bayern, der See ist für seine Wasserqualität überregional bekannt“, weiß der Ordnungsamtsleiter.

Schilder sollen darauf hinweisen, dass für Badegäste, die mit dem Auto anreisen, ab dem erreichten Limit Schicht ist. Mit einer „Online-Ampel“ habe man 2020 jedoch keine guten Erfahrungen gemacht.

„Die Leute sagen uns dann: Als sie losgefahren sind, war die Ampel noch auf grün“, sagt der 28-Jährige. Konflikte seien so programmiert, daher verzichte man darauf.

Dettenheim setzt auf Sicherheitsdienste

Neben verkehrsrechtlichen Kontrollen setzt die Nachbargemeinde Dettenheim vornehmlich auf einen privaten Sicherheitsdienst. „Seit einigen Jahren arbeiten wir eng mit einem Sicherheitsdienst zusammen. Gerade in der Sommerzeit sprechen wir wöchentlich miteinander, um auf mögliche Vorkommnisse schnell zu reagieren und Lösungen zu finden“, erläutert die stellvertretende Hauptamtsleiterin Alexandra Schindler.

Rund um die Seen in Liedolsheim und Rußheim wird entsprechend kontrolliert, um unerlaubtes Parken zu ahnden, ebenso wie Verstöße am See – etwa offenes Feuer und Hunde am Strand – oder das Nicht-Einhalten der Pandemie-Regeln.

Mehr kontrollieren möchte auch Eggenstein-Leopoldshafen. „Wir rechnen durch die vermutliche Schließung sonstiger Freizeiteinrichtungen wieder mit einer verstärkten Frequentierung der Badeseen“, sagt Ordnungsamtsleiter Philipp Jänicke.

Aktuell organisiere man wie 2020 den Einsatz eines Sicherheitsdienstes. „Zudem wird es eine verstärkte Bestreifung durch den kommunalen Gemeindevollzugsdienst geben.“

Stutensee hat keine ausgezeichneten Badeseeen

Keinen Maßnahmenkatalog für den Sommer hat Stutensee erarbeitet. Hintergrund: Die Baggerseen der Gemeinde sind offiziell nicht als Badeseen ausgewiesen. Es gebe zwar vereinzelt Badegäste, aber nicht in dem Ausmaß wie bei den Badeseen mit Infrastruktur, so Stutensees Pressesprecher Lukas Lang.

Badeaufsichten oder WC-Anlagen gibt es nicht. „Die Baggerseen in Stutensee werden nach außen nicht beworben. Das macht einen großen Unterschied“, sagt Lang.

Dennoch: Die Gewässer würden regelmäßig durch den Gemeindevollzugsdienst kontrolliert. „Dabei wird auch die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus überprüft Bei Schönwetterlage werden die Kontrollintervalle entsprechend angepasst“, teilt er mit.

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