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Entwarnung

Vierte Bombe im Baden-Badener Wörthböschelpark entpuppt sich als Stahlrohr

Der vermutete vierte Blindgänger im Baden-Badener Wörthböschelpark hat sich als Stahlrohr herausgestellt. Das ergab der Einsatz einer Spezialfirma. Am Sonntag werden drei Weltkriegsbomben entschärft.

Soll als Grünanlage aufgewertet werden: der Wörthböschelpark in Baden-Baden. Zunächst müssen im Park aber an diesem Sonntag drei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Foto: Bernd Kamleitner (Archiv)

Die zunächst vermutete vierte Bombe war ein Stahlrohr. Dennoch haben die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Baden-Württemberg an diesem Sonntag einen Einsatz im Wörthböschelpark in Baden-Baden.

Dort müssen drei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Dafür müssen in einem Umkreis von 300 Metern zu den Fundstellen etwa 1.200 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Nachdem eine Spezialfirma zuletzt bereits drei 250-Kilo-Fliegerbomben freilegte, gab es für eine vierte Verdachtsfläche in der zur Landesgartenschau im Jahr 1981 angelegten Grünanlage zwischen Weststadt und dem Stadtteil Oos Entwarnung.

Vermeintliche vierte Bombe in Baden-Baden war wohl Teil einer Pumpe

Zum Vorschein kam ein größeres Stahlrohr. Nach Angaben der städtischen Pressestelle war an dem alten Metallteil wohl einmal eine sogenannte Schwengelpumpe angebracht, um Grundwasser nach oben zu pumpen.

Bis acht Uhr am Sonntagmorgen müssen die betroffenen Anwohner ihre Wohnungen verlassen haben. Die Polizei wird das kontrollieren, weil erst dann mit der Entschärfung der Munition aus dem Zweiten Weltkrieg begonnen werden kann.

Die Bomben stammen vermutlich von einem amerikanischen Fliegerangriff im Jahr 1944. Seither schlummern die Blindgänger im Erdreich.

Unter anderem wird die B500 im Bereich des Wörthböschelparks gesperrt. Die Menschen, die ihre Wohnungen verlassen müssen, können während des Einsatzes des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in der Grundschule Oos sowie in der Louis-Lepoix- und in der Theodor-Heuss-Schule unterkommen. Der Aufenthalt dort ist für die Betroffenen aber nicht verpflichtend.

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