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Erste Bewerberin

Kerstin Cee aus Pfinztal will neue Bürgermeisterin von Hügelsheim werden

Nach knapp vier Wochen hat Hügelsheim seinen ersten Bürgermeisterkandidaten – nein, seine erste Kandidatin: Die 48-Jährige Kerstin Cee aus Pfinztal eröffnet mit ihrer Bewerbung den Wahlkampf – und hofft auf weitere Mitbewerber.

Stellt sich zur Wahl: Kerstin Cee will Bürgermeisterin von Hügelsheim werden und den scheidenden Amtsinhaber Reiner Dehmelt beerben. Foto: Olga Breuel

Nach langen Wochen des Wartens ist es soweit: Die erste Bewerbung für die Nachfolge von Bürgermeister Reiner Dehmelt lag am Freitagabend im Rathausbriefkasten. Kerstin Cee heißt die Frau, die künftig die Geschicke des Spargeldorfs lenken möchte.

Es ist das erste Mal, dass Cee für ein Bürgermeisteramt kandidiert. Mit dem Gedanken spiele sie allerdings schon länger, wie sie im Gespräch mit den BNN verrät. „Bisher war aber nicht die richtige Gemeinde dabei.“

Zu groß, zu viele Ortsteile, zu weit weg oder Amtsinhaber, die sich zur Wiederwahl stellten. „Hügelsheim kam genau zur richtigen Zeit“, freut sich die 48-Jährige über die Gelegenheit, den Wunsch vom Bürgermeisteramt nun doch noch wahrzumachen.

Porbleme in Hügelsheim schrecken sie nicht ab

Die großen Themen, die das Spargeldorf für sie bereithalten würde, schrecken sie dabei nicht. Ganz im Gegenteil: „Hügelsheim ist mit vielen Sachen auf einem guten Weg. Ja, es hat Probleme, aber die können bewerkstelligt werden“, ist sich Cee sicher.

Aus ihrer Heimatgemeinde Pfinztal, wo sie Vorsitzende des CDU-Ortsvereins Söllingen ist, kennt sie ähnliche Fälle: Auch hier ist der Verkehr ein heißes Thema, ebenso wie die Abtrennung des Ortsteils Mutschelbach durch die Autobahn. „Das ist auch eine Trennung im Wir-Gefühl“, sagt Cee.

Hügelsheim kam genau zur richtigen Zeit.
Kerstin Cee, Bürgermeisterkandidatin

Das Zusammenwachsen der Siedlung und des Alt-Dorfs in Hügelsheim zu gestalten, findet sie daher spannend. Und bei der Verkehrsproblematik Befürworter und Gegner an einen Tisch zu holen, traut sie sich zu: „Das kenne ich aus der Gemeinde genauso wie aus dem Beruf.“

Seit mehr als 15 Jahren arbeitet die gebürtige Pforzheimerin in der dortigen Stadtverwaltung, seit vier Jahren hat sie als Sachgebietsleiterin Personal- und Budgetverantwortung. Sie steht „mehr als 15 Männern und wenigen Frauen“ vor und hantiert mit Budgets von „weit über zwölf Millionen Euro im Jahr“: „Ich habe mich in die Verwaltung reingefuchst.“

Weitere Themen, die sich die passionierte Motorradfahrerin und DLRG-Schwimmerin auf die Fahnen geschrieben hat, sind die Wasserversorgung und PFC-Problematik, die Nachhaltigkeit der kommunalen Gebäude und die regenerativen Energien sowie die Versorgung der Kinder und die sozialen Betreuungsangebote.

Es war eine angenehme Atmosphäre.
Kerstin Cee über den ersten Kontakt zu den Gemeinderatsfraktionen

Cee ist überzeugt, als Außenstehende in Hügelsheim punkten zu können. Ihr Wahlkampf steht unter dem Motto „Neuer Schwung für Hügelsheim: kompetent, erfahren, unabhängig“.

Obwohl sie CDU-Mitglied ist, will sie parteiunabhängig antreten und hat inzwischen Kontakt zu sämtlichen Fraktionen des Gemeinderats aufgenommen, den sie als „schön durchmischt und insgesamt sehr jung“ beschreibt.

Die Resonanz sei „erstaunt, aber positiv“ gewesen. „Es war eine angenehme Atmosphäre.“ Mit dem Noch-Amtsinhaber hatte sie bisher keinen Kontakt.

Cee will neuen Schwung nach Hügelsheim bringen

Ihren Wahlkampf wird Cee unter erschwerten Bedingungen führen müssen: Präsenzveranstaltungen, Infostände und Haustürwahlkampf seien für sie derzeit „nicht denkbar“.

In der kommenden Woche wird sie ihren „Eröffnungsbrief“ verteilen. „Alleine, um vielleicht zufällig mit den Einwohnern ins Gespräch zu kommen.“ Ansonsten wird wohl vieles zwangsläufig über Soziale Medien, E-Mail und das Telefon laufen. Aber sie verspricht: „Ich werde mich immer wieder im Ort blicken lassen.“

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