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Spielbetrieb weiter unterbrochen

Staatstheater bleiben bis Ende März geschlossen

Erwartet wurde es schon, jetzt steht es fest: Auch in Baden-Württemberg wird es an den Staatstheatern wohl bis Ende März keine Vorstellungen geben.

Die Reihen bleiben leer: Aufnahme aus dem Badischen Staatstheater aus der Corona-Lockdown-Serie „Ihr fehlt mir“ des Karlsruher Fotografen Gustavo Alabiso. Foto: Gustavo Alàbiso

Erwartet wurde es schon, nun ist es amtlich: Auch in Baden-Württemberg werden die Staatstheater bis Ende März keinen Vorstellungsbetrieb bieten. In Hessen war dies bereits vor einigen Tagen beschlossen worden, in einer Umfrage dieser Zeitung hatten die Theater in der Region mit einem ähnlichen Schritt gerechnet. Am Donnerstag hat nun das Kunstministerium in Stuttgart mitgeteilt, dass die Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart ihren regulären Spielbetrieb pandemiebedingt um weitere zwei Monate bis voraussichtlich Ende März aussetzen.

Das Infektionsgeschehen lässt eine Öffnung des Spielbetriebs leider noch nicht zu.
Theresia Bauer, Kunstministerin

„Das Infektionsgeschehen lässt eine Öffnung des Spielbetriebs leider noch nicht zu. Um den Häusern zumindest eine gewisse Planungssicherheit zu geben, haben wir uns mit den beiden Staatstheatern deshalb bereits jetzt für eine Fortführung der Schließzeit ausgesprochen“, erklärte Kunstministerin Theresia Bauer laut Mitteilung des Ministeriums.

Große betriebliche Belastung

Beide Häuser sind bereits seit November für den Publikumsbetrieb geschlossen. Die pandemiebedingte ungewisse Dauer des Lockdowns sei für die Theater nach wie vor eine große betriebliche Belastung, so Bauer. „Wir müssen die Lage weiter beobachten und werden spätestens Mitte Februar gemeinsam neu bewerten, wann und welche Formen des Spielbetriebs wiederaufgenommen werden können.“

Staatssekretärin Petra Olschowski hatte sich am Donnerstag mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunaltheater, der Landesbühnen, von Privattheatern, Kinder- und Jugendtheatern sowie aus der Soziokultur über die Perspektiven der Theater und Spielstätten in den kommenden Monaten ausgetauscht. In den gemeinsamen Gesprächen zeigte sich zumindest bei den größeren Häusern die Tendenz, sich dem Vorgehen der Staatstheater anzuschließen. Ein weiterer Austausch und eine weitere Bewertung der Lage wurde für Mitte Februar vereinbart.

Längere Schließungen auch in Berlin

Eine ähnliche Gesprächsrunde gab es in Berlin. Auch dort wird nun nicht mehr mit einer Theateröffnung vor Ostern (Anfang April) gerechnet. Kultursenator Klaus Lederer sagte am Donnerstag, er habe mit Vertretern der Bühnen des Landes und der freien Szene konferiert. Man sei sich „ziemlich einig gewesen, dass bis Ostern hier in Berlin keine Bühne aufgemacht wird. Dazu braucht man nicht viel Fantasie“, sagte Lederer im Abgeordnetenhaus.

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