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Reaktion auf Gerichtsurteil

Weniger Coronatests bei Müller-Fleisch in Birkenfeld

Mit massenhaften Infektionen war das Birkenfelder Unternehmen in die Schlagzeilen geraten. Nun wird dem Unternehmen gestattet, weniger zu testen.

Die Produktionshallen von Müller-Fleisch am Übergang von Pforzheim nach Birkenfeld. Foto: Fix

Müller-Fleisch hat Konsequenzen aus dem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs gezogen. Nachdem dieser pauschale Testvorschriften für Schlachtbetriebe mit Pandemie-Konzepten am 10. August als zu hoch einstufte, beantragte das Birkenfelder Unternehmen beim Gesundheitsamt Pforzheim-Enzkreis eine entsprechende Veränderung.

Enzkreisverwaltung und Müller-Fleisch bestätigen dies und machen deutlich, dass es sich bei der nun gewährten Testreduktion um eine Anpassung an die Landesverordnung handelt. Die bisherige gesetzliche Regelung gehe über das hinaus, was das Landratsamt gefordert habe, heißt es übereinstimmend.

Konkret bedeutet dies, dass „Müller-Fleisch seit dieser Woche alle Beschäftigten vor der ersten Arbeitsaufnahme und danach ein Mal pro Woche auf Covid-19 testet”. Weiter teilt das Unternehmen mit, die bisherigen Testergebnisse zeigten, dass die Pandemie-Konzepte nachhaltig greifen. Wie berichtet wurden laut Gesundheitsamt durch rund 6.500 Tests seit dem 8. Juni zwei Menschen mit einer Corona-Infektion entdeckt. Da diese aber nicht zum Unternehmen gehören, kann Müller-Fleisch darauf verweisen, es gebe keinen positiven Corona-Fall.

Zur Frage nach der Kostenersparnis durch die Testreduktion verweist Müller-Fleisch auf die Zielsetzung. Entscheidend sei, dass die Maßnahmen greifen und das Pandemie-Geschehen im Betrieb unter Kontrolle ist. Die noch strittige Frage, wer für die Quarantäne-Unterbringung von rund 330 Müller-Mitarbeitern aufkommen muss, die Pforzheim und Enzkreis verfügten als das Coronavirus den Birkenfelder Betrieb voll im Griff hatte, dürfte nach derzeitigem Stand Ende August zu einer Besprechung mit dem Sozialministerium führen.

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