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Nachfolge von Toni Huber

Rastatter Kreistag wählt an diesem Dienstag neuen Landrat

An diesem Dienstag wählt der Rastatter Kreistag den neuen Landrat. Nach dem unerwarteten Tod des bisherigen Landrats Toni Huber stehen zwei Kandidaten zur Wahl: Karsten Mußler und Christian Dusch. Einen klaren Favoriten gibt es schon.

Der Landrat ist oberster Repräsentant eines Landkreises. Er ist außerdem der Kopf der Kreisverwaltung und damit Chef von rund 1.270 Beschäftigen im Landratsamt in Rastatt. Foto: Hans Jürgen Collet

Der Kreistag wählt an diesem Dienstag, 12. Oktober, um 15 Uhr in der Badner Halle den Nachfolger des überraschend verstorbenen Landrats Toni Huber (CDU). Zur Wahl stehen der Kuppenheimer Bürgermeister Karsten Mußler (FW) und Christian Dusch (CDU).

Der Landrat wird auf die Dauer von acht Jahren gewählt. Der Kreistag zählt 61 Mitglieder. Der künftige Landrat braucht die absolute Mehrheit. Das entspricht 31 Stimmen.

Sollte es zu zwei weiteren Wahldurchgängen kommen, reicht im dritten Wahlgang die einfache Mehrheit.

Christian Dusch ist Favorit auf das Amt des Rastatter Landrats

Christian Dusch gilt beim Wahlgang des Kreistag-Gremiums als klarer Favorit. Kurz nach seiner Bekanntgabe zur Kandidatur veröffentlichten die Kreistags-Fraktionen von CDU und Grünen eine gemeinsame Mitteilung mit der Nachricht, die Bewerbung Duschs zu unterstützen. Zusammen kommen sie auf 28 Mitglieder.

Der 42-Jährige stammt aus Rheinau und ist aktuell als Verbandsdirektor des Regionalverbands Südlicher Oberrhein in Freiburg tätig. Davor war er Professor an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl und Dezernent für Bau und Umwelt sowie Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald. „Die Aufgabe als Landrat im Landkreis Rastatt ist äußerst reizvoll“, sagte Dusch in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Erster Bewerber war Karsten Mußler

Der erste Bewerber auf den Landratsposten war Karsten Mußler. Nach dem unerwarteten Tod des bisherigen Landrats Toni Huber (CDU) sei es enorm wichtig, „ohne große Einarbeitungszeit den Landkreis zu führen und die vor uns stehenden schwierigen Aufgaben anzugehen“, sagte er.

Der Kuppenheimer Bürgermeister sitzt im Kreistag der Fraktion der Freien Wähler vor, die mit 13 Mitgliedern nach der CDU die zweitgrößte Gruppe ist. Mit seiner Fraktion und mit der ihm zugesicherten Unterstützung der FDP/FuR-Fraktion erreicht er lediglich 16 Stimmen.

Mußler darf sich nicht selbst wählen. Er bräuchte für die Wahl zum Landrat rein theoretisch alle zehn SPD-Stimmen und die Hilfe der fünf AfD-Kreisräte. Die Linke stellt einen Kreisrat.

Innenministerium lehnte dritten Kandidaten für Landratswahl ab

Den dritten Kandidaten Jürgen Erhard (Partei 2020) lehnte das Innenministerium ab. Es begründete seine Empfehlung mit der mangelnden Qualifikation des Tischlermeisters für das Amt. Verwaltungserfahrung fehle ihm im Gegensatz zu Mußler und Dusch komplett. Darin sieht das Innenministerium den Knackpunkt. Der 56-Jährige verzichtet indes auf eine Klage, die die Landratswahl hätte verzögern können.

Eine Sprecherin des Innenministeriums verweist auf die Doppelstellung eines Landrats, der nicht nur eine politische Funktion habe, sondern auch gleichzeitig Leiter des Landratsamts sei. In Rastatt heißt das: Der Landrat ist Chef von rund 1.270 Mitarbeitern. Erhard hatte sich kurzfristig zur Kandidatur entschlossen.

Fünf Jahre lang saß Erhard in Kuppenheim für eine Bürgerinitiative im Gemeinderat, die sich ursprünglich gegen den Bau des neuen Rathauses am jetzigen Standort engagiert hatte. Bei der Landtagswahl im März dieses Jahres war er für die Partei WiR 2020 angetreten.

Live-Ticker

Die BNN berichten ab 14.30 Uhr per Live-Ticker aus der Badner Halle über die Wahl des neuen Landrats des Landkreises Rastatt.

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