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Neue Corona-Verordnung

Einzelhandel in Pforzheim, Baden-Baden und anderen Teilen der Region darf wieder komplett öffnen

Gute Nachricht für Geschäftsinhaber, ihre Mitarbeiter und Kunden: In Teilen der Region mit geringeren Infektionsraten ist ab Montag wieder ein Einkaufsbummel möglich. Es müssen allerdings Hygiene-Auflagen beachtet werden.

Ende einer langen Durststrecke in Sicht: In der Pandemie dürfen die Geschäfte in Baden-Württemberg wieder komplett öffnen, solange die Inzidenzwerte stabil unter 50 bleiben. Foto: Wolfgang Kumm picture alliance/dpa

Mit der geänderten Corona-Verordnung führt das Land Baden-Württemberg ab diesem Montag inzidenzabhängige, weitgehende Lockerungen ein, von denen insbesondere der Einzelhandel in Teilen der Region profitieren wird.

So werden im Enzkreis, Pforzheim, Baden-Baden und im Ortenaukreis nach der langen Pause wieder die Geschäfte und Märkte komplett öffnen dürfen.

Maskenpflicht und Begrenzung der Kundenzahl in den Läden

Die hygienischen Voraussetzungen dafür sind die Einhaltung der Maskenpflicht und die Begrenzung der Kundenzahl auf einen Kunden pro zehn Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und einen weiteren Kunden für jede weiteren 20 Quadratmeter Fläche.

Die Öffnung des Einzelhandels in den genannten Kreisen soll demnach möglich sein, weil sich dort in den vergangenen fünf Tagen eine sogenannte „stabile 7-Tage-Inzidenz“ unter 50 gehalten hat.

Ab wann dürfen die Läden öffnen?

Fünf Tage lang muss der Inzidenz-Wert von 50 unterschritten sein. Aber wann beginnt diese Zählung und wer legt fest, wann geöffnet werden darf? Wie die Landesregierung mitteilt, sind dafür die örtlichen Gesundheitsämter zuständig. Sie müssen „den Inzidenzfall ausrufen“. Machen sie das noch am Sonntag, dürfen die Läden am Montag direkt öffnen. Ansonsten müssen sie die Erklärung der Behörden abwarten.



Der Ortenaukreis hat am Sonntag den andauernd niedrigen Inzidenzwert bereits offiziell festgestellt und mitgeteilt, dass Öffnungen ab Montag erlaubt sind. Auch das Landratsamt Rastatt hat diese Feststellung für die Stadt Baden-Baden getroffen.

Zu den weiteren vorgesehenen Lockerungen für diese Städte und Kreise zählt die Öffnung von Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologischen und botanischen Gärten, die jetzt auch ohne vorherige Buchung besucht werden können.

Kontaktarmer Sport ist hier in kleinen Gruppen von nicht mehr als zehn Personen im Freien und auf Außensportanlagen erlaubt. Zudem dürfen ab Montag Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen Einzelunterricht und Unterricht für Gruppen von bis zu fünf Kindern bis einschließlich 14 Jahre anbieten.

Treffen im größeren Kreis wieder erlaubt

Etwas lockerer werden die Corona-Regeln im Südwesten auch für die von der Pandemie stärker betroffenen Kreise mit einer Inzidenz von mehr als 50, aber unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Von Montag an fallen hier etwa einige Einschränkungen für Treffen mit Freunden: Es dürfen sich wieder bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen. Kinder bis 14 Jahre zählen dabei nicht dazu. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.

Wie aus der am Wochenende veröffentlichten, aktualisierten Corona-Verordnung hervorgeht, dürfen bei einer Inzidenz unter 100 die Baumärkte, die bisher nur ihren Gartenabteilungen öffnen durften, wieder ihr gesamtes Sortiment verkaufen. Außerdem machen Buchläden auf.

Andere Einzelhändler können ihren Kunden nun zumindest wieder Einkäufe nach Terminvereinbarungen anbieten. Allerdings haben in den vergangenen tagen zahlreiche Unternehmer diese als „Click & Meet“ bekannte Regelung kritisiert und als unwirtschaftlich bezeichnet.

Grünes Licht für Bibliotheken und Piercingstudios

Gute Nachrichten gibt es auch für Museen, Galerien, Gedenkstätten sowie zoologische und botanische Gärten im Südwesten. Sie dürfen unter Auflagen wieder öffnen, ebenso Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios.

Schließlich werden Bibliotheken und Büchereien die Zwangspause beenden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat allerdings angekündigt, bei steigenden Fallzahlen wieder streng durchgreifen zu wollen.

Steigt die Inzidenz regional auf über 100, werden die meisten Lockerungen zurückgenommen.

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