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Ab Platz zwei ist alles offen

Gedrängel hinter dem Spitzenreiter Spvgg Ottenau in der Fußball-Bezirksliga Baden-Baden

Die Spvgg Ottenau dominiert wenig überraschend die Fußball-Bezirksliga Baden-Baden. Um den zweiten Platz streiten sich zahlreiche Teams. Auch im Tabellenkeller geht es knapp zu, nur die punktlose SG Lauf/Obersasbach ist abgeschlagen.

Gefährlicher Angreifer: Piakai Henkel, hier gegen Heiko Apfelböck (links) vom SV Sasbach, erzielte bislang die Hälfte der 14 Saisontore des derzeitigen Bezirksliga-Dritten FC Lichtenau. Foto: Hans-Jürgen Collet

In der Fußball-Bezirksliga Baden-Baden trat bis zur Saisonunterbrechung ein, was viele Experten erwartet hatten: Die Spvgg Ottenau setzte sich früh an die Tabellenspitze und vom Rest des Feldes ab.

25 Punkte aus neun Spielen belegen die Dominanz der Mannschaft von Trainer Hubert Luft, der das Team in der kommenden Runde allerdings nicht mehr anleiten wird.

Das bisherige Spielerduo Norman Riedinger/Alexander Merkel übernimmt.

VfB Unzhurst trennt sich von Erfolgscoach Kesch

Über „eine überragende Teamleistung“ freut sich Unzhursts Coach Marco Kesch, dessen Team auf Platz zwei steht. Die Zusammenarbeit mit dem Erfolgscoach wollte die VfB-Führung allerdings nicht fortführen, zur neuen Saison löst das Duo Christoph Welle/Christian Schlusser Kesch ab. Den zieht es wiederum zum A-Ligisten Weitenung.

Nur die Chancenverwertung hätte besser sein können.
Daniel Bistricky, Tainer des FC Lichtenau

Neben Tabellenführer Ottenau ist auch der Dritte Lichtenau noch ungeschlagen. „Wir haben eine stabile Defensive und wenig zugelassen, nur die Chancenverwertung hätte besser sein können“, sagt Trainer Daniel Bistricky, der auch in der kommenden Saison die Elf betreuen wird.

Die wenigsten Spiele bestritt der offensiv ausgerichtete Aufsteiger VFB Gaggenau, nämlich erst sieben. Trainer Armin Karamehmedovic, der auch in der kommenden Saison bei den Murgtälern an der Seitenlinie stehen wird, ist mit Tabellenplatz vier deshalb zufrieden. „Sollten wir unsere Nachholspiele gewinnen, stehen wir auf Tabellenplatz zwei und das ist super“, sagt der Coach.

Aufsteiger Sinzheim II mit höherem Tempo

Gleich in der Liga zurechtgefunden hat sich Aufsteiger SV Sinzheim II. „Gut lief, dass wir unsere Spielart aus der Kreisliga A in die Bezirksliga übertragen und sogar mit einem höheren Tempo umsetzen konnten“, erklärt Coach Steven Himmelsbach, der auch in der neuen Runde SVS-II-Spielertrainer bleibt.

Etwas schwankend in den Leistungen habe man sich präsentiert, gibt Ötigheims Trainer Patric Kohm zu. „Positiv ist aber, dass wir vor dem Lockdown noch Punkte sammeln konnten und so den Kontakt zur Spitzengruppe nicht verloren haben“, erklärt Kohm, der sein Amt nach Saisonende abgeben wird; Andy Brandenburg (SV 08 Kuppenheim II) übernimmt. Bis dahin würde Kohm den Tabellensiebten gerne noch ein paar Plätze nach vorn coachen, sofern Corona dies zulässt.

Einige Spieler haben einen großen Schritt in Richtung Verbandsliga gemacht.
Andy Brandenburg, Trainer des SV Kuppenheim II

Auf einem ordentlichen sechsten Platz liegt die Elf von Kohms Nachfolger. „Die Mannschaft hat sich sehr gut entwickelt. Einige Spieler haben einen großen Schritt in Richtung Verbandsliga gemacht“, erklärt Brandenburg die Lage beim SV 08 II. Nachfolger Markus Daubner, der bisher die A-Jugend des Vereins trainierte, will die Entwicklung fortführen.

„Es ist wie beim Metzger, ein bisschen mehr darf es immer sein“, erklärt Harald Eckhardt, Sportlicher Leiter den achten Platz des FV Bad Rotenfels. Unterm Strich gehe die Ausbeute von 13 Punkten in Ordnung. Trainer Raphael Oremek bleibt in der kommenden Runde an Bord.

Muggensturm und Baden-Oos setzen auf junge Spieler

Im Tabellenmittelfeld findet sich auch der FV Muggensturm wieder. „Wir haben einen Verjüngungsprozess eingeleitet, der zeitweise schon gefruchtet hat“, sagt Übungsleiter Thomas Gerold, der den FVM auch nächste Saison trainieren wird. „Wir gehen zuversichtlich in die Zukunft und wollen diesen Prozess weiter fortführen.“

An der Zukunft bei seinem derzeitigen Verein bastelt auch Pantelis Kalpakoglu, der beim FV Baden-Oos noch einen Vertrag bis 2023 hat. Mit den bisherigen Auftritten in dieser Runde war der Coach zufrieden, immerhin habe er viele junge Spieler einbauen müssen. „Das war eine neue Herausforderung für mich und den Verein“, sagt Kalpakoglou.

Etwas hinter den Erwartungen zurück geblieben ist der Rastatter SC/DJK, der eigentlich um den Aufstieg mitspielen wollte. Nach elf Punkten aus acht Spielen und Rang elf ist das Thema fast schon passé – Trainer Christian Unic wird dem RSC/DJK trotzdem erhalten bleiben.

Coratella löst Stoß beim FC Schwarzach ab

Beim FC Schwarzach ist Trainer Carsten Stoß trotz Platz 13 zufrieden. Bis auf wenige Ausnahmen sei man gegen jeden Gegner auf Augenhöhe gewesen. Die Runde würde Stoß gerne noch beenden, denn danach legt er sein Traineramt nieder. „Die Vorstandschaft und ich sind übereingekommen, dass es nach fünf überaus erfolgreichen Jahren an der Zeit ist, die Trainerposition neu zu besetzen“, sagt Stoß. Nachfolger wird Ottersweiers Christian Coratella.

„Durchwachsen“ nennt Sportvorstand Frank Bohnert den bisherigen Saisonverlauf des FC Ottenhöfen. Etwas mehr als neun Punkte aus acht Spielen und Platz 14 hatte man sich im Achertal sicher vorgestellt. Vor allem offensiv lief wenig, sogar Schlusslicht Lauf/Obersasbach hat mehr Tore (10) erzielt als der FCO (8). Zur neuen Saison wird Pascal Altmann, der bisher die zweite Mannschaft anleitete, das Amt von Trainer José Petit übernehmen.

Kappelrodeck/Waldulm fehlt Durchschlagskraft

Einen mäßigen Start hatten auch die FCO-Rivalen Kappelrodeck/Waldulm (12.) und der SV Sasbach (13.) erwischt. „Wir hatten uns im Vergleich zur Vorsaison gesteigert, was die Gier und die taktische Disziplin angeht. Es gab kein Spiel, bei dem wir unterlegen waren“, sagt Trainer Marcel Halfmann, der längst für ein weiteres Jahr zugesagt hat.

Verletzungsbedingt habe offensiv aber die Durchschlagskraft gefehlt. Und das trotz Gino Lamm, dem mit acht Toren treffsichersten Ligaschützen. In Sasbach wird ab Sommer Marcel Stern das Zepter führen.

Ich dachte, wir hätten aus den Fehlern der letzten Saison gelernt.
Ergün Bilici, Trainer der SG Lauf/Obersasbach

Den vorletzten Rang belegt der von Christian Joos betreute FC Lichtental, dem vom Potenzial her durchaus mehr zuzutrauen ist als die aktuelle Platzierung. Desaströs verlief die Saison bisher für die SG Lauf/Obersasbach. Punktlos steht das Team von Trainer Ergün Bilici am Tabellenende. „Ich dachte, wir hätten aus den Fehlern der letzten Saison gelernt“, sagt Bilici, für den nach der Saison bei der SG Schluss sein wird.

„Aber leider machen wir immer noch zu viele Fehler in der Defensive.“ Ein paar Leistungsträger wie Johannes Herkert, Jannik Storz, Manuel Schmidt, Jonas Lepold und Markus Ringwald reichen offenbar nicht für die Bezirksliga, weiß auch Bilici, für den in der kommenden Saison Ralf Kimmig (SC Offenburg) übernimmt.

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