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Badegewässerkarte 2021 des Landes

Epple- und Fermasee in Rheinstetten erhalten Bestnoten für die Wasserqualität

Da kann der Sommer ja kommen: Das Baden in den beiden Rheinstettener Seen und am Ettlinger Buchtzig ist absolut unbedenklich. Die Wasserqualität wird laufend überprüft.

Baden unbedenklich: Der Fermasee in Neuburgweier erhielt wie der Epplesee in Forchheim und der Buchtzigsee in Ettlingen vom Landesgesundheitsministerium in Stuttgart ein „Ausgezeichnet“. 316 Badegewässer im Land wurden bewertet. Foto: Julia Trauden

Wer am Epple- oder Fermasee baden geht, der kann das guten Gewissens tun: Beiden Gewässern bescheinigt das Landesgesundheitsministerium in Stuttgart eine „ausgezeichnete Wasserqualität“ in der neuen Badegewässerkarte 2021.

Damit liegen die beiden Seen auf Gemarkung der Stadt Rheinstetten im Ranking ganz oben.

In der gleichen Bewertungsliga spielt der Buchtzigsee Ettlingen, der als eingezäunter Badesee offiziell zu den von den Stadtwerken betriebenen Freibädern in der Stadt zählt.

Einmal monatlich Wasserproben durchs Gesundheitsamt

Insgesamt wurden 316 Badegewässer im Land bewertet; 301 von ihnen erhielten das Prädikat „Zum Baden sehr gut geeignet“, weitere neun wurden mit „gut“ beurteilt. Kontrolliert werden die Badestellen nach Vorgaben der Europäischen Union.

Die Gesundheitsämter entnehmen während der Saison einmal monatlich Wasserproben und veranlassen sodann eine Untersuchung im Labor.

Wir haben diese Wasserqualität seit vielen Jahren.
Ronald Daum, Ordnungsamt Rheinstetten

Ronald Daum, Leiter des Rheinstettener Ordnungsamtes und als solcher auch mit dem Ferma- und dem Epplesee befasst, freut sich über das „Ausgezeichnet“ und sagt: „Wir haben diese sehr gute Wasserqualität seit vielen Jahren.“

Er könne sich nicht daran erinnern, dass einer der Seen mal umgekippt sei, nicht einmal der Epple, wo während heißer Sommer Menschenmassen hinströmen.

Sowohl am Ferma- als auch am Epplesee sind Teilbereiche unter Naturschutz gestellt, gebaggert wird nur noch am Epple. Er ist mit maximal 42 Metern der weitaus tiefere See (Fermasee: 14 Meter).

Sechs Hygienekontrolleure sind regelmäßig unterwegs

Sechs Hygienekontrolleure des Gesundheitsamtes im Landratsamt Karlsruhe machen einmal monatlich an den 23 Badestellen in ihrem Zuständigkeitsgebiet eine Stippvisite.

Laut Stefan Steinhauer, Sachgebietsleiter Wasserhygiene, verschaffen sie sich zum einen einen visuellen Eindruck, schauen also, ob das Wasser klar oder trüb ist.

Ein reinigendes Gewitter ist für die Seen wichtig.
Stefan Steinhauer, Gesundheitsamt Karlsruhe

Zum anderen prüfen sie die Sauerstoffsättigung des Wassers, wobei hier gilt: „Je höher der Sättigungsgrad desto besser und desto stabiler ist der mikrobiologische Zustand des Gewässers.“

Kontrolliert werden außerdem der pH-Wert und die Wassertemperatur. Die steigt naturgemäß während eines langen Sommers an, deshalb „ist ab und an ein reinigendes Gewitter für die Seen wichtig “, so Steinhauer.

Fäkalienkeime durch viele Wasservögel

Nicht zuletzt ziehen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Proben, um den Grad der bakteriellen Verunreinigung durch Fäkalienkeime ermitteln zu lassen.

Ursächlich für eine schlechtere Wasserqualität könne beispielsweise eine große Zahl von Wasservögeln am See sein, die Kot hinterlassen.

Erste Kontrolle nach Pfingsten 2021

Um aussagekräftige Vergleiche zu bekommen, wird immer an den gleichen Stellen im See und am Ufer (in den Flachwasserzonen, wo sich viele Menschen aufhalten) kontrolliert. Erstmals in dieser Saison sei das Team am 25. Mai ausgerückt.

Die drei Seen aus dem südlichen Landkreis schnitten Steinhauer zufolge zwischen 2017 und 2020 immer mit „ausgezeichnet“ ab.

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